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Buch II. Hofhörigkeit.
Hecrgewedde und Gerade die Rede sein könne, vollends,wenn man von den Begriffen Rivc's und Anderer über dieHofsgüter ausgeht. Allein allerdings waren hier Heergeweddeund Gerade hergebracht, was also der Hoshörigkeit etwas Noblesgibt. Die Rechte und Privilegien des Hofs Westhofen") sagenim Art. 10: »Item, desen behoet der älteste Sohn dat Heer-»gewede und de älteste Dochter die Gerade, und wan kenne»qualisizirte Erben sehn in den Hoff, behoet der overste Hoffes-»herr.«— Daß Letzteres obsolet geworden, berichtet nun zwarder Richter Becker "), allein die Bestimmung selbst laßt sichrecht füglich aus der im vorigen §. ausgchobenen Satzung desSachsenspiegels B. I. Art. 28, die der Obrigkeit diesen Vcr-mögenstheil als herrenloses Gut gibt, ableiten. — Ich gebe inder Note ") das Verzeichniß des Westhovcr Heergeweddes und
23) Letztere korresponbirt mit der Gerade, wo das eine nicht ist,ist auch nicht das andere. S, Meckbach Comment. über denSachsenspiegel S. 150.
24) In der Beilage 16.
25) Bei v. Steinen Th. I. S. 1726.
26) Aus der Historie der Freiheit und des Reichshofs Westhovenbei v. Steinen LH. I. S. 1569— 1572: „Folget wat in een„Gcheerweyde undt Gerade gewyst moet werden, undt vry op„de Kdnnincklicke Strate gestalt moet werden."
„Dit is des Richß Gehcerweyde, dat dort de alste Sohn„van der Sweert Syden."
„Ten ersten, des Mans Tasche undt Gordcl mct dem Gelde„dat daerin cs, daer de Man syn Bedcfart mede gaet."
„Vart een Wan und Schepel met eenem Sacke und een„Kloin Gardens met een Ncynatel, daer hie in steckt und toe„neyhet, wact daer gewyst wert."
„Item, dar moet gewyst werden alles wat toe des Mans„Live gehört hefft, undt dar Hey mede omgegaen hefft, als: syn„Harniß, syn Schweert und Geweer daer Hey syncn Heeren„mede gedient hefft."
„Item, een Kettel dar men met eene gespoorden Voet in„tredden kan."
„Ztem, een Pott, dar een Hoen in gcbradcn kan werden."
„Item, alle Bow und Egde Gctruw, Sciffen, Sigden und„Bylcn, dar dei Reyschap mct gemakt wert, uterhalff de flccß-