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Buch II. Hofhörigkeit.
Schon darum, weil dic Frau Anrechte auf die Hossgüterxrhi'elt — so wie der cinhcirathend'e Mann — ?'), war csnothmendig. daß sie sich ,'n das Hossrecht aufnehmen ließ.Niemand soll oder mag, sagt z. B. das Herdeker Hofsrecht"),dic Hofesgüter bewohnen oder besitzen, sic seien dann beide,Frau und Mann, hofcshörige Leute, sind sie keine, so sind si-schuldig, sich darin zu wechseln und stiftsgchvrig zu machen,oder die Güter nicht zu besitzen. Nach Loenschcm Hosrcchtebestand das Präjudiz darin, daß der Mann, dessen Frau sichnicht hörig gemacht hatte, nach seinem Lode als ein Eigent-ö-riger geerbtheilt ward ^ -
Zum Wechsel war erforderlich, daß beide Personen ein-willigtcn. Dies ward z. B- in der Urkunde über die Rechtedes Amtshofes Greffen von 12S7 sestgestellt und wirdüberhaupt von Kindlinger durch eine Reihe von Urkunden be-wiesen "?). Jedoch kann nach dem Locnschen Hofrechte alsdanndie Verwechselung wider Willen des Verwechselten geschehen,wenn er sich in eine andere Hörigkeit vcrhcirathet und die dcß-falls hergebrachte Abgabe nickt entrichtet hat
Die Auswechselung mit der ihr vorhergehenden Entlassungmußte vor der Hosgemeinde, und mit Einwilligung Herrn undHofes, oder statt jenes des Hofsrichtcrs, und auch wohl statt
„idt en were dan Saicke, dat Hey na Versterffunge seiner„macgc mit Gnaden nachtant an einige use Havcsguider„Widder kommen mochte, und wefsclcn, avcr dat en fall nicht„geschehen, dann um kondlichc Nuz unsers Gestichts, und mir„Willen des Herrn und Haveü."
73) Stehe öden -S. 30-1 ff.
74) Beilage 20. §. 6.
75) Beilage 54, .Art. 95. Dasselbe bestimmen die Ryner-, Drechen-
und Bergcsche Hofsrechte (Beilage 54), 6.
70) Bei Kindlinger Hörigkeit. Urk. No. 44, Art. 5 (S. 320):„ — aut cusllem ab otkicio per coneamdiuin aut »Ho guo-„cungue nroäo alieuare, ,«57 , uou eledeat"
77) Kindlinger Hörizk. S. 103. Urkunden No. tOl, 103, 123-142, 152, 160, 162, 176, 178, 179, 203, 277.
Beilage 54, Art. 47.
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