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Buch II., Hofhörigkeit.
V. Loensches Hofsrecht.
Das Loensche Hofrecht hat die aus dem Princip der H5,rigkeit folgenden Beschränkungen mit großer Strenge durchge-führt, wie dasselbe — Beilage 54 — auf fast allen Seitennachweist. Es ist:
t) das Erbrecht der Seitenverwandten bis zum neuntenGlieds anerkannt, wahrend der Vater, der dem einzigen Sohnedas Hofgur übertragen hatte, dieses nach dessen Tode nicht wie-der erbt, in Folge einer Art von bürgerlichen Todes ^).
'2) Der Vorzug des ältesten Sohns in der Erbfolge ist inder Art anerkannt, daß er diesen Vorzug haben soll, wenn erdann — offenbar an Filial-Quoten — soviel thun will, alseins der anderen Kinder
3) Ucber die Töchter haben wir die ausdrückliche Bestim-mung, daß sie vom Hofgut nach Vermögen des Guts abgesun-den werden ^).
Z4) Loensches Hofrecht, Beilage 54, Art. 64: „Item off ein Hoff-man were die haddc upgedregen und auergegemn syn Erue seineinigen Sohnne, und die Lonne nha dem Willen Gottes vepstcr-uen were> offte de Vader ahn dat Erue cck wedder solde mögenkommen, vnd^off dat ahn den erffherrn solde kommen. Darvpgewyset vor recht, dat solde gekommen syn ahn den Erffherrn,sunder weret Saeke dat dar whe were von den frunden bis thomneggedem ledde, die des begerde, die mochten sick dar wedder an-kopen."
85) Art. 49: „Item noch evn Ordel gefraget, were die oldeste Sonnedie bei dem erue blyue den lande nicht neger sy tho beholden,dan die jüngeste, nadem sie daraff doen will, des eyn ander da-ruf doen wil. Darvp gewyset vor recht, die oldeste Sohnne wereneger by dem lande tho blyuen, dan die jüngste, dieweill siedaruan doen will gleich ein ander."
36) Art. 73: „Item wes eine hoffmaget, die hoffhorich geboren iS,vnd sich nicht verhyiket vnd oir hoffrecht nicht verspielet beff, der-seluiger von dem Hoffgudc tokumpt, darvp gewyset vor lichtNha vermüge des gudeS/'