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Buch II. Hofhörrgkeit.
»keine Rechte davon wachten sein, et cn wcre Sake, daß diemnach»alle huldige Erben verstorben waren, daß keine huldigen tho dem»Gude mehr wcren.« Diese Stelle in Verbindung mit dem so !
eben ausgehobencn tz. 2 der Essenschen Hobsrechte laßt darauf schlie- i
ßcn, daß die huldigen Erben die nächste Anwartschaft hatten, inderen Abgang aber doch die unhuldigen Erben kamen, die sich in- Hzwischen huldig und hörig machen mussten. l
War der Hofsfolger im Auslande, als er die Nachricht des ^
ancrfallenen Hofguts erhielt, so musste er von Stund an aufstehe!, ^
und eilen zum Hofe, siche Schoplcnbcrger Hovesrechte (Beilage !
14): »Item, dey also utlandisch wer und em kund gcdan worden, (
»dat syn beschweret worde myt Gerichte, sete dey ovcr maltyd ^
»hei en sal syn meß nycht wischen mer van Stunt an opstan und t
»nicht wesen dy cyne Nacht da Hey dey ander was bit Hey kvmt ^»an den Hoff syn to Vorstände.« l
Wie wenig eine Wiükühr des Hofsherrn in Verweigerung ^der Behandigung den Erben in Verlegenheit bringen können, geht iaus der folgenden kräftigen Stelle der Schoplenberger Hofsrechte sthervor: »Item, off sake were eyn gueme syn Gud to ontfangcn»na des Hoves Rechte und dey Hoves Schulte en nycht van Vre- /»vclmodc bclccnen en woldc, so fall dey gene nemen eyn drystelin- j»gen Skol und fetten ynt Gerichte ond leggen op ytlichcn stalen t
»des Stols drey Albus und gevcn dem Hove und Hvveslüdcn f
»ock so vel und dann sal Hey so wol belent wesen met dem Gude ^
»gelick off en dey Schulte persönlich hcvde belent mit Hände und s»Munde.«
75.
!. Erbfolge in Essen sch eHodsgüter.
Die Erbfolge ist nach den verschiedenen HofSrechten verschie-den, und es scheint sich hier mitunter altes, anderwärts unkerge-gangencs, Recht erhalten zu haben. So ist cs z. B. im StiftEssen in neuerer Zeit unbestritten gewesen, daß dort keine Güter-gemeinschaft unter Eheleuten, sondern reines Dotaisystcm gelte ')>
1) S. Bericht des Oberlandes-Gcrichts zu Hainm über die Berini-dcrungeii in der Gesetzgebung und Gerichtsverfassung, welche inden Landcrtheilen, die gegenwärtig den Bezirk des Königliche»