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Buch II. Hvfhörigkeit.
»Scholti'ß, so fall hie dem Herrn off Scholti'ß in der Heren» Stadt einen Eidt doen, ind geloven mit opgerichtcn Bingeren»dem hilligen sanct Panthaleon ind dem Apt ind dem Convent»des Goedeshuiß samt Panthalion binnen Colcn ind dem»Hoff treuwe ind holt zu sein, ir beste vur zu kheren ind ir»>Ergste zu warnen, ind des Haves Recht ind Herlig-»beiden helpen tho handhaven na all seinem Vermögen»ind besten Sinnen ind Vorstandt, so ime helpe Gott und»seine heiligen: ind den Eidt fall ime vurstapelcn der Frone»des Hoeves von bevehle deß Herrn off des Scholtiß ").« —Daß sich dieser Eid vom Eide des Vasallen nur dadurch unter-scheide, daß zugleich dem Hofe Treue gelobt wird, ist von selbst klar.
In mehreren anderen Hofsverfassungen war nur ein Aus-schuß der Hofhörigen beeidigt, und zwar gewöhnlich zwölf. Indem lustrrimentunr 80 suribus cui'tis äs Dursten von 1401werden die Lurtisles des Hofs Dorsten darüber zum Weisthumaufgefordcrt, ob alle Hofhörige des Hofs Dorsten verbundenscyen, Geschworen zu scyn, und den bei Hoshörigen gewöhnlichenEid der Treue dem Hosshcrrn und dem Hofe von Dorstenzu leisten. Sie antworten darauf, nachdem sie das Gericht aufgewöhnliche Weise verlassen, sich berathen und wieder zurückge-
49) Wesentlich eben so lautet auch der Eid der Herdicker Hofsleute(Beilage 20) „daß ich einer zeitlichen Frauen Abtissin des Stifts„Hcrdick, als Hovesschultinncn des Hovesgerichts, wie auch„dem sämmtlichen Hove Hieselbst, getreu und hold„seyn, deren Bestes befördern und Arges abkchrcn, auch das„Gericht in Ehren helfen halten wil, soviel mir„Mensch und möglich ist."— Die Schoplenbergcr Hofslcute (Bei-lage 14) wurden angeredet: „Ja so gelovet ihr hier vor mir„als Hovesrichter und dem ganzen Hove, daß ir dem„ Ho v c sg er i ch t e Willen treu und holt seyn, und daß ir„demselben willen Nachkommen, was die Hovcsrolle mit sich„brenget, wie ihr daraus angehöret habt: — So sprechet mir„nach: Das Hovcsguth, das ich hier empfange, daß ich dasselbe„nicht will versplittern, verfetten, verkopen oder veralieniren,„ es geschehe dann mit Wissen und Willen des Hoves und des„Hovesschulten, sowahr mir Gott hilfst und sein heilig Evan-„ gelium."
50) Beilage 6 L. Art. 2.