Kapitel IU. §. 50 .
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mm freilich nicht viel Historisches bauen, so wenig als auf diei , Geschichte von Theodorichs Tochter Beatrix, von der manindessen lieber die schlichte Sage, als die nüchternen Erklärungenderselben, welche Teschenmacher am angeführten Orte zusam-menstellt, lesen wird. Also ist die Sage von Gert van derSchüren erzählt:
H In dem Jahr nach der Geburt des obersten Königs, unsers
lieben Herrn Jesu Christi sieben hundert und dreizehn, zurZeit des andren Justiniani Römischen Kaisers, als HildebertusKönig von Frankreich war und Pipin von Harstell Herzog vonBraband war, da waren lange Jahre zuvor Herren des Landesvon Cleve gewesen und keine Grafen von Cleve bis auf dieZeit, daß Elias kam, der der erste Graf von Cleve ward unddies neue Wappen mit sich brachte, indem das alte und allcr-, erste Wappen von Cleve bis zu Elias Zeiten ein güldenes Schild
! und mitten drin eine rothe Rose gewesen war, als welches das
alte Wappen von den Ursinen war, dem edlen Geschlechts vonRom, aus Troja entsprossen, von denen diese Clevesche Herrenvon Alters entstammt. — In dieser Zeit war gestorben einHerr des Landes von Cleve, der auch Herr von mehr Landenwar, Dietrich geheißen, der eine einzige schöne Tochter, Beatrixgenannt, hinterließ, und keinen Sohn. Diese selbe Jungfrauwar eine Herrin (Frowe) vcsti den Landen von Cleve undvon den anderen darumliegenden, die ihr Vater ihr gelassenhatte, und die Kaiserliche Burg zu Nymwegen gehörte zu ihremLande von Cleve in Befchlung und Belehnung von dem Römi-schen Reiche. — Diese selbe Jungfrau von Cleve litt vieleStörungen und Anfechtungen von ihren Widerparthien, die siean ihren Landen und Herrlichkeiten verkürzen wollten, als ihrVater gestorben war. Um eine Zeit saß diese selbe edle Jung-frau von Cleve auf der Burg von Nymwegen, worauf sie damal! wohnte, und es war ein schön klar Wetter, und sie sah hinab^ in dem Rhein ein wunderlich Ding, daß nämlich daher kam
^ treiben ein schöner weißer Schwan, »eine guldin Ketten an
! »synen Hals Hebbend,« daran geheftet war ein Schiffchen, was
23) Chronik S. 77. ff.