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Theil 1, Bd. 1 (1830)
Entstehung
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139
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Kapitel H. tz.

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»Herkommen, da darff der gemeine Hauff sie nicht geben, wem»er will, sondern muß erstlich die Oberkeit bitten, daß sie einen»Pfarrherrn setze; wenn sie cs denn nit thun wollen, mag die»Gemein einen wehlen, und auff jren Kosten erhalten; wo die»Oberkeit solches auch nit leiden wölte, sol dcrselbig Pfarherr»fliehen, und mit jm wer da will, anderß kan man an Sünde»und unrecht nit handeln. So vil den Zehend belangt, ist gar»unbillich, denn was llst cs anderß, denn die Oberkeit gar zu»Boden /stoßen? Gebt und thut guts von dem euweren, und»nit von anderer Leute gut. Ir aber thut grad als hcttet jr»die Herrschafft und Güter in euwercm Gewalt, darauß man»denn leichtlich kann abnemmen was euwer Sinn und Gemüt»ist. So wollt jr auch alle Dienstbarkeit auffheben. Warfür»sol nun das seyn? Haben nicht Abraham und schier alle»Heilige, Knecht gehabt? Leset Paulum, der wirt euch weisen,»wie es mit Knechten sol gehalten werden. Darumb ist dieser»Artickcl auch Räuberisch Tyrannisch, und wider das Evange-lium,- denn ein Knecht kann eben sowol fromb seyn, und»christliche Freiheit gebrauchen, als einer der gefangen oder»krank liegt. Jr wolt alle gleich und eines Standes seyn,»das ist- doch untüchtig, und ungereimt, demnach dieses eußerlich»leben und Regiment nit kann bestehen, es seyen denn die Per-sonen unterschieden, daß etliche frcy, die andere eigen, etliche»Oberherrcn, die andere underthanc seyen. Die übrige Artickcl»als vom Wilde, Wayde, Waiden, Wassern, Zinsen und der-gleichen, wil ich den Rechtsgelchrten befehlen, denn mein»Ampt streckt sich nicht so weit, sondern allein die Gewissen»in Göttlichen Sachen zu berichten. Also ist dieses mein»raht und Meinung, liebe Brüder, wie jr denn von mir begert»habt. Nun steht es bei euch, dcnselbigen anzunemmcn, dieweil»jr euch erbotten der heiligen Schrift zu weichen und gehorsam»zu leisten. Jr solt aber nit gleich, wenn euch solcher Bericht»zukvmpt, darwieder schreyen, als heuchelete ich der Oberkeit,»und lehrete nit recht, sondern ihr solt die Sach vorhin fleißig»erwegen, und Achtung geben, was Grundt und Ursach ich»habe, darauff ich r^u'ch ziehe; denn die Sach betrifft euch sclbs.»Insonderheit aber solt jr euch Hilden für den Lehrern, so euch