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Theil 1, Bd. 1 (1830)
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Buch I- Einleitung.

»ses der Tugend ihres heiligen Bischofs EruperiuS. Spanien»»sogar ist in Bestürzung und fühlt, daß es am Rande des Ver-derbens steht.«

Ein Theil der barbarischen Völker verließ Gallien, nachdemes drei Jahre lang verheert worden war, um seine Zerstörungweiter fortzusetzen; die Sueven, die Vandalen und die Alanendrangen den 13. Oktob. 409 über die Pyrenäen AndereAlanen und andere Vandalen jedoch waren in Gallien zurückge-blieben, und brachten im Jahre 410 ihre Verheerungen in die,am Ozean gelegenen, Provinzen, welche bis dahin noch keineandere Barbaren, als die Meerbefahrenden Sachsen, gesehenhatten ").

Sechs Jahre lang war Gallien verheert, da erst-versuchteder Kaiser Honorius, dem Lande Ruhe zu verschaffen. Frei-lich wußte er dazu kein anderes Mittel, als den barbarischen Kö-nigen, welche sich dazu verstanden, den Titel von Bundesgenossendes Reiches anzunchmen, einige Provinzen unter der Bedingungzu überlassen, daß sie ihn von den andern Königen befreien soll-ten. Mit den Wcstgothen und Burgundionen unterhandelte ersolche Verbündungen, und auf diese Weise gewannen diese Völ-ker die erste regelmäßige Niederlassung in Gallien. Placidia, desHonorius Schwester, Gemahlin Ataulfs, Königs der Westgothen,welche in Italien aus Pannonien eingedrungen, hatte Ataulf be-redet, daß jeder Feind des Reiches ein Rebell wäre, daß es nurRuhm im Dienste Roms geben könnte, und daß Ataulf, anstattProvinzen zu erobern, sich bestreben müsse, sie als Geschenk vonihrem rechtmäßigen Herrn zu erhalten. Mit Freuden überließHonorius den Westgothen die Provinzen des südlichen Galliens,um nur Italien zu retten. Die Westgothen zogen daher wiederaus Kalabrirn bis zu den Alpen. Sie versicherten sich der StädteNarbonne, Toulouse und Bordeaux, und ungeachtet einiger Ge-fechte mit Ccnstantius, Feldherrn der Römer in Gallien und per-sönlichen Feind Ataulfs, wurden sie in der Provinz wie Bundes-genossen des Reichs ausgenommen. Vom mittelländischen Meere

68 ) 6L»Lio«I»r. Lbrori. p, 1862 .

69) I'rodpsr lyr, Lllro». p. 637-