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Buch I. Einleitung.
wenn sie über Wuth, über Harte, über Hunger, über unkeuscheZumuthungen sich zu beschweren hätten.— Der Kaiser Clau-dius bestrafte die Herrn, welche ihre kranken Sklaven aussetzten,mit dem Verluste derselben, und die, welche die Sklaven tüdte-ten, belegte er mit der ordentlichen Strafe des Todtschlags ").— Durch die I ex ketrouiu ward im Jahr der Stadt 814den Herren verboten, die Sklaven anders, als nach richterlichemErkcnntniß zur Strafe, dem Kampfe mit wilden Thieren hin-zugeben ^). — Kaiser Hadrian relegirte die Matrone Um-bricia auf fünf Jahre, weil sie wegen gar geringer Ursacheneine Sklavin übermäßig mißhandelt hatte — Gajusbeschreibt den Schutz, den die Polizeihoheit den Sklaven ge-währte, folgcndergestalt "): »8ecl live tempore uullis lio-
»miuibus, c^ui 5 ul) impecio Homauo sunt, licet «u-»pcs moclum et sine causa le^idus cognita iu servos suo»»saevice. Nam ex eoustitutivue llivi tLulouini, cpü sine»causa secvum suum occiclecit, non minus puuici fudetui-,»cpusiu ^ui alienum servuin occiclecit. 8ecl et inajor aspe-»citas clomiuocum esusclem 1'cineipis constitutione coer-»cetuc.« —
So wurde also der Humanität doch einige Huldigunggebracht. Inzwischen war die Lage der Sklaven doch immerd sehr traurig. Ward der Herr ermordet gefunden, so mußtenalle Sklaven im Hause gefoltert werden, um die Wahrheit zuentdecken, und um durch die Furcht vor dieser Folter das Lebender Herren zu sichern "). — Mit dem Foltern der Sklavenwar man überhaupt ziemlich leicht, cs war ein Beweismittelin Criminalsachen '^), und dem christlichen Europa war es
11) 8uerou. in lllsuä, c. 2g. Oic» 6a»s. Hi»t. I,X. 29.
12) 4>. 1t. §. 1- 2. aä l,. llornel. äs Licsrii» (48. 8).
13) I.. 2. ins. äs di», gui »ui vel slisu. jur. (1, 6 )
14) l.. 1- §. 2 ö, «sä.
15) 1>r. lk. äs »onalusconiulro Lilanlano st Llauäiauo (2g, 5).
16) Iu. k. äs gusssuonibu, (48, 18). Die Folter der Sklaven warauch in Griechenland hergebracht, um durch solche Aussagen zurErmittelung der Wahrheit zu gelangen. ä,ri»t. H»n»s 620. tls-