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Dritter Band (1830) Die vierzehn Briefe des heiligen Apostels Paulus
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294
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294 Der Brief Pauli an die Philipper. Kap. U.

17. Wenn ich auch zumSchlachtopfer werde über demOpfer und der Darbringung eu-res Glaubens, so freue ich michund freue mich mit euch Allen.

18. Freuet euch dessen auchihr und freuet euch mit mir.

ly. Ich hoffe aber im HerrnJesu, den Timotheus bald zueuch zu senden, damit auch ichgestärkt werde, wenn ich erfahrewie es euch geht.

20. Denn ich habe keinen Gleich-gesinnten, der an dem was euchangeht so redlich Theil nimmt.

21. Denn Alle suchen wasdas Ihrige, nicht die Sache JesuChristi ist.

22. Seine Bewährthcit kennetihr, indem er wie ein Sohn demVater mir beigestanden hat imEvangeliv.

23. Diesen nun hoffe ich zu sen-den, sobald ich vernehme, wie esum meine Angelegenheit steht »).

24. Ich vertraue aber imHerrn, daß ich auch selbst baldkommen werde.

20. Ich habe es aber nöthig er-achtet, Epaphroditus meinen Bru-der und Mitarbeiter und Mitkäm-pfer, euren Abgesandten und Aus-helfer meiner Bedürfnisse, zu euch ,zu senden:

26. Denn er sehnte sich nach

euch Allen und war bekümmertweil ihr gehört habet, daß erkrank sey. >

27. Er war wirklich todtkrank, !aber Gott hat sich seiner erbarmt:jedoch nicht seiner allein, sondern 'auch meiner, daß ich nicht Leid .über Leid hätte.

28. Um so eiliger habe ichihn gesandt, auf daß ihr ihnwieder sehet, euch freuet, undich ohne Kummer sey.

2y. So nehmet ihn nun aufim Herrn mit aller Freude, unddergleichen haltet in Ehren.

3o. Denn wegen des WerkesChristi ist er dem Tode nahegewesen,, hat sein Leben gewazt,um zu ersetzen den Abgang desmir von euch zu erweisendenDienstes.

17. Vers. Sinn: Wenn ich wie ein Schlachtopfer mein Blut vergieße,nachdem ich euren Glauben Gott dargebracht habe aus dem Altar als einOpfer, so freue ich mich, weil ich zum Herrn gelange, und freue mich eurerAller wegen, insofern ich euren Glauben dadurch stärke und verherrliche.

19. 20. 22. Vers. Ueber den Timotheus vergl. Einleitung § 10. Erwar mit Paulus zugleich mehre Mal in Philipp! gewesen, folglich der dortige»Gemeinde wohl bekannt, und seine Theilnahme an ihrem Wohlergehen hattesteh bereits bewährt.

21. Vers. Das Ihrige, d. h. ihren Ruhm, die Behauptung ihrer An-sichten u. s. w.

23. Vers. ->) D. h. welches mein Schicksal seyn wird, ob ich läng»gefangen bleiben, sterben oder frei werden soll.

24. Vers. Diese Hoffnung äußert er auch Kap. 1, 25 27.

25. Vers. Epaphroditus hatte dem Apostel eine Beisteuer überbraGs. Kap. 4, 10 18.