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Dritter Band (1830) Die vierzehn Briefe des heiligen Apostels Paulus
Entstehung
Seite
31
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des h. Paulus und über ihren Gebrauch. 3l

in den alten Zeiten Schwierigkeiten gegen ihn erhoben wurden undinsbesondere die lateinische Kirche ihn im zweiten und dritten Jahr-hundert ganz verworfen zu haben scheint. Tertullian erkennt ihnnicht als eine Schrift des Paulus an a) und schreibt ihn dem Bar-nabas zu b). Jrenäus scheint ihn in seinem großen Werke gegendie Ketzereien nicht anzuführen, soll ihn jedoch in einem andern Werkegebraucht haben c). Casus, Presbyter zu Rom, nannte in einem zurZeit des römischen Bischofs Zephyrinus zu Rom gehaltenen Dialogmit dem Montenistcn Proklus nur dreizehn Briefe des Paulus, in-dem er den Brief an die Hebräer den übrigen nicht beizählte ä).

Auch der Verfasser des lateinischen Fragments aus dem Ende deszweiten Jahrhunderts bei Muratori e) läßt in seinem Verzcichniß derkanonischen Schriften des N. T. den Brief an die Hebräer aus, undeben so benehmen sich gegen diesen Brief die übrigen Schriftsteller derlateinischen Kirche im dritten Jahrhundert z. B. Novation k), Cy-prian u. a. die ihn nie anführen. Dagegen wurde er in Aegyptcn,Palästina, Syrien, Kleinasien, Griechenland, auf den Inseln desMittelländischen Meeres, sowie überhaupt in allen Gegenden des Orientsals echt anerkannt und gebraucht, wie die oben angeführten Kirchen-väter der ägyptischen Kirche und ihre Uebcrsetzungen (s. § 20.) diealte syrische Uebcrsebung, die Synode von Antiochien vom Jahre264 Z), Jakob Bischof von Nistbis k), Ephraem der Syrer i), Eusebvon Cäsarea !<), das Concil von Laodicea I), Cyrill von Jerusa-lem m), Gregor von Nazianz n), der fünf und achtzigste der apostoli«

a) achv. Marcion. V, 20.

h) Vgl. äe knsticitia c. 20.

v) In dcm likar vsriornin tractatnnin bei Euseb K.G. V, 26. — Dagegenist die Aussage des 8tepliannn Oodarns bei kililiotb. cocl 12l., wornachJrenäus und Hippolytus unsern Brics dem Apostel Paulus abge-sprochen haben, hinsichtlich des Jrenäus gewiß unrichtig.

ä) Vgl. Euseb K.G. 6, 20. und Hieronxin. catal. script. rcclos. c. 50.Beide Schriftsteller fügen hinzu, daß^is aus ihre Zeit Einige in der römi-schen Kirche ihn nicht für paulinisch halten, und der letzte spricht osc vondiesem Widerspruch. Vgl. Oatalog. o. 5. Loininentar. in 35t c 1 u. 2.Onmnrent. in L/.ecl,. a. 28., wiederholt aber auch, daß nur Einige unterden Lateinern ihn für unecht halten; die Griechen dagegen ihn insgesammtfür paulinisch ansehen. S- vp. 128. sä Lvagrinin. Oominent. in älattl,.«. 26. Oatalo^. c. 50. Lonrinent. in 3es. o. 6 u. 8. Lominont. inV.acbar. o. 8. und besonders im Briefe an den DardanuS.

0) Antig. ital. inoei. aevi. m. S. 854 sf.

t) Bgl. bei Oallancl. diliiiotli. Hatr» L. III. S. 287 — 823.

p> Bgl. relig. sarr. I. p. 477.

li) Vgl. OallancI bidl. patr. V. p. 1 — 74.

!) Vgl. Opp. ßv ecl von,. I. p. 7. 102. 128. 133. 'I. H. p. 90. 203.

r. III. p. 189. 202. 292. 304. 409. u. a.

A) Sowohl in seinem Commentar über die Psalmen als auch in seiner Kirchen-

gcsibichte führt er ihn beständig als eine Schrift des Apostels Paulus an.

S. § 20. .

1) Vgl. sVlansi vonoil» nov. et ainpliss. cvllect. L. II. p. 574.

rn) Ostccii. IV. c. 36. p. 69. X. a. 18. XVII- o. 20. «ei. Doxtte, wo erimmer vierzehn Briefe Pauli angiebt. Ausserdem fuhrt er viele Grellen ausdem Hebräer-Briefe als Aussprüche des Paulus ausdrücklich an.

n) Osrin» 33. V. 35,