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der vierzehn Briefe des Apostels Paulus.
dem Eintritt des Winters, also etwa im Monat Oktober des Jahres59 nach Ebr. Geb. im Epirus, oder auf der Mise vom Peloponnesdahin, abgefaßt.
Mit diesem Ergebniß stimmen auch in Beziehung auf die Zeitalte Erklärer überein. Was aber den Ort der Abfassung betrifft, soversteht Hieronymus a) unter dem Nikopoüs das des Epirus, die Un-terschriften des Briefes aber das von Macedonien, ohne für die eineoder für die andre Angabe Gründe anzuführen Ich habe mich obenfür die des Hieronymus erklärt, ohne darum die andre, die eine Rück-reise des Paulus von Kreta nach Macedonien nothwendig, aber dieAnnahme einer Reise nach dem Epirus überflüssig machen würde, ver-werfen zu wollen.
^ 13.
Um die nämliche Zeit schrieb Paulus auch den Brief an dieRömer. Die christliche Gemeinde zu Rom verdankte ihre Entstehungohne Zweifel dem Verkehr, welcher zwischen der dortigen zahlreichenJudenschast und zwischen den Bewohnern Palästina's, Syriens undGriechenlands statt fand I>). Zu ihren Stiftern gehörten wahrschein-lich solche, die am Pfingstfeste des Jahres 32 nach Ehr. Geb. in Je-rusalem anwesend waren s. Apgsch. 2, 10-, sowie auch Andronikusund Jnnias f Nöm. 16, 7., und das Christenthum machte hier soschnelle Fortschritte unter den Juden und Heiden, daß der Glaube derRömer damals, als Paulus an sie schrieb, schon in der ganzenChristenwclt bekannt war. S- Röm. 1, 8.
Paulus erhielt über sie nähere Kunde durch einige Christen,welche mit den Juden aus Rom unter dem Kaiser Klaudius, der schonfrüher die religiösen Zusammenkünfte der letzteren verboten hatte c),vertrieben worden waren cl); und als sie in den ersten fünf Jahrender Regierung Nero's wieder zurückkehren durften, unter diesen dienäheren Bekannten des Apostels, Aquila und Priscilla, sich wieder umdie Befestigung der Gemeinde verdient machten s. Röm. 16, 3ff. unddie Phöbe von Korinth aus, während Paulus sich dort aufhielt,eine Geschäftsreise dahin machte s. Nöm. 16,1.: da nahm PaulusVeranlassung, an die Gemeinde, die er schon längst hatte besuchenwollen s. Nöm. 1, lO., einen Brief zu schreiben und dadurch zur Be-festigung der Einigkeit in derselben und zum schöneren Aufblühen dasSeinige beizutragen. Es waren in dieser Gemeinde die gewesenenJuden als Nachkommen Abrahams und als Volk Gottes noch zu sehrin ihren Vorurtheilen über ihre Vorzüge vor den Heiden befangen unddie früheren Heiden noch zu sehr Heiden, als daß Eintracht bestehenkonnte. Getrennt durch Sitten, Lebensweise, Gesetze, und Neligions-gebräuche, in ihrer ganzen Denkart einander entgegen stehend, warensie gewohnt einander zu verachten und zu verspotten und schienen we-
n) pvnvlnt. in vxplsn-it. in vpi^t. gil lUtnin bestimmt er die sage von Ni-kopolis >o: giiov in .-Vetioc« littnio «i!n.
6) S. Joseph Alrerkh. >8, 3 § 5. peo bgncca. 28.
c) S. Dio llnssing I. I.VIII.
«t) S. 8»eton in 6>i»n>. 2b. Apgsch. 18, 2.