484 VIII. Abschn. Von selbst erfolg. Veränderung
Der süße und zuckerartige Geschmack des Mostes und ^,seine Klebrigkeit hat sich ganz verlohren, und er hat da- ^
gegen den weinarrlgett Geruch und Geschmack angenom-men, und berauschende Kräfte erhalten, die man vorher ^
im Moste keinesweges wahrnahm. Aus dieser Flüssig- M"
keit hat sich ferner bey der Gährung ein dicker Sah ge-schieden, der die sogenannten Hefen (lUecor, amter vi- Eni) ausmacht.
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H. 1792. HMl!
Das Bedürfniß hat den Menschen vielerlei) wem- suu"Sktige Gerränke aus mancherley Pflanzenstoffen zu be- ^reiten gelehrt; die Erfahrung aber zeigt, daß die zucker- Martig-schleimigten Materien darunter nur allein dazu fa-hig sind. Der eigentliche wein (Vinum) entsteht aus 5, mdem Traubensafte oder Moste. Da der Zuckerstoff des Eli
Pflanzenreichs es nur allein ist, der die Weingahrung andrin
erleiden kann, so muß auch der Wein desto geistreicher W«,
und vollkommner seyn, je süßer der Most ist, und dies Em
ist er unter einem wärmern Himmelsstriche, bey trocknen lufiiz,
warmen Jahren, und auf trocknem, steinigten, kalkig- nicht b
tcn und sündigten Boden, und desto mehr, je zeitiger dieTrauben sind. Zugleich erhellet hieraus, warum einWein angenehmer und besser wird, je sorgfältiger man §
das Auspressen der Trauben vornahm, und je weniger stiiA
von den Kämmen, Häuten und Kernen mit ausgepreßt st, §j
wird. Man sondert daher auch wol den zuerst gelindegekelterten Saft von dem nachher stärker ausgepreßten ^ab, und laßt jede Sorte für sich gähren. »itH
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Bey der gewöhnlichen Art, den Wein zu machen,bringt man den gekelterten Traubensaft auf starke Fässer,gewöhnlich von Eichenholz, die fest und mit eisernen Rei-fen gebunden sind, in einen Keller, der die erforderliche
Wärme
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