298 VH. Abschn. i.Abth. Untersuchung
was nieder, als aus der Alaunauflösung und dem Gypse.Auf trocknem Wege im Glühen hingegen verhalt sich dieSache anders, und hier kömmt die Fc-uerbestandigkeitder Phosphorsaure zu Hülfe, so daß sie die schwefelsau-ren Neutral- und Mittelsalze im Feuer wirklich zerlegt/und die Schwefelsäure austreibt.
§. i45->.
Durch doppelte Wahlverwandtschaft würde auf nas-sem Wege zersetzt werden: das phosphorsaure Ge-wächsalkall durch Glaubersalz, schwefelsaures Ammo-niak, Bittersalz, Alaun?; das phosphorsaure tNr-nsraialkalr durch schwefelsaures Ammoniak, Bittersalz,Alaun; das phosphorsaure Ammoniak durch Bitter-salz und Alaun. Die phosphorsaure Aalk-, Talk-und Schwercrde werden wegen ihrer Unauflöslichkeitdie Zersetzung auf nassem Wege durch schwefelsaure Neu-tral- und Mittelsalze nicht zulassen; die phosphorsaureThonerde wird durch keine derselben zerlegt.
Wechselseitige Verwandtschaften der Phosphorsaureund Salpetersäure gegen Alkalien und Erden.
§- 1451.
Die Alkalien sind auf nassem Wege mit der Phos-phorsaure nicht so nahe verwandt, als mit der Salpeter-säure, und diese zersetzt daher alle phosphorsauren Neu-tcalsalze. In der Stufenfolge der Verwandtschaft derKalkerde, Talkerde und Schwererde setzt hingegen Berg-man die Phosphorsaure noch vor der Salpetersäure.Nach Lavoisiec hingegen sieht sie dieser nach; und nachmeinen eigenen Erfahrungen kann auch die reine Phos-phorsaure weder aus der salpetersaurcn Kalkerde, nochsalpetersauren Schwererde und Talkerde etwas nieder-schlagen. Gegen die Thonerde hat die Phosphorsaure