über Ernährung «.Wachsthum der Pflanzen. 265
theile erforderlichen Nahrungsstoff hergeben; sondern daßjedes, Dammerde, Wasser, Atmosphäre, und Licht, dasSeinige (doch bey einer Art der Pflanzen mehr, alsbey der andern,) beytragt, um die Pflanzen zu ernährenund sie im Wachsthums zu erhalten. Erwägen wir dieBestandtheile der Dammerde, des Wassers, der atmo-sphärischen Luft, und des Lichts zusammen', so treffen wirauch alle die Grundstoffe an, die die Pflanzen und alleihre Theile zur Mischung haben; ncmlich Brennstoff, koh-lensaure Grundlage, Hydrogen, Grundlage der Lebens-lust, und Azote, oder nach dem Sinne der Anciphlogisti-ker, Kohlenstoff, Hydrogen, Oxygen und Azote.
§> iZ86.
Die Dammerde hat unstreitig den ersten und vor-züglichsten Antheil an der Ernährung der Gewächse. DieLauge, die aus ihr und dem Wasser entsteht, theils durchAuflösung ihres Extractivstoffö, theils durch innige Ver-mcngung dieser Dammerde selbst mit dem Wasser- wirdvon den Gefäßen der Wurzeln eingesogen, steigt in denPflanzen auf, und wird durch die mannigfaltigen abson-dernden Gefäße, unter dem Einflüsse der Luft, der Wär-me, des Lichts, zubereitet, verändert, zerlegt. Sie istes nach Hrn. Hassenfray wol hauptsächlich, von welcherder Kohlenstoff der Pflanzen und ihrer Theile herrührt,der darin bey weitem den arößesten pondcrabcln Antheilausmacht, der weder vom Wasser, noch vom Lichte abge-leitet werden kann, und der auch schwerlich von der Zer-setzung der von den Gewachsen eingesogenen Kohlensaureder Atmosphäre ganz allein herrührt, da diese in zu gerin-ger Menge zugegen ist, obgleich ihr Beytrag dazu nichtganz geleugnet werden kann (§. iz8z.)> Uebrigens ent-hält aber die Dammerde, oder der in Verwesung begrif-fene Dünger, auch noch die übrigen zur Ernährung derPflanzen erforderlichen Grundstoffe, wie Hydrogen und
R § Azote;