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Zweyter Theil (1794) Die botanische und zoologische Chemie
Entstehung
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261
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über Ernährung u. Wachsthum der Pflanzen. 2 61

verlieh sind. Dies mit den Thatsachen über das Wachs-thum der Pflanzen durch reines Wasser verglichen, scheintanzuzeigen, daß die Pflanzen außer der Feuchtigkeit nochetwas anderes aus der Luft erhalten müssen, das zu ihrerNahrung und ihrem Gedeihen dient.

§. 1Z82.

Eine ungemeine Aufklärung und Erweiterung erhieltdie Physiologie der Pflanzen durch die interessanten Ent-deckungen des Hrn. Ingenhousz, daß die Pflanzen beyihrem Wachsthum im Sonnenlichte Lebenslust entwickeln.Dean bringe nemlich in einen geräumigen Glascylindereine im Wasser eine hinlängliche Zeitlang auedaurendegesunde und saftreiche Pflanze, oder gesunde und frischeBlätter dieser Art, z. B- von der amerieana;

man fülle das Gefäß mit reinem Wasser ganz voll, deckees mit einer Tasse oder Schüssel zu, und kehre es in einermit Wasser gefüllten Wanne so um, daß keine Luft vonaußen hineinkomme. Wenn man nun hierauf den Appa-rat an die Sonne stellt, so nimmt man wahr, daß ausder Fläche der Blätter kleine Luftbläschen zum Vorscheinkommen, die sich davon ablösen, oben in das Gefäß auf-steigen und sammle», und so das Wasser heraustreiben.So lange die Pflanze frisch und gesund bleibt, dauert dieEntwickelung dieser Luftblasen von Lebenslust im Sonnen-scheine fort. Die saftigen Gewächse, die Wasserpflan-zen, die cryptogamischen Pflanzen, wie besonders Lorckor-va rivularis, die Priestleyische grüne Materie, geben dieLebenslust hierbey in vorzüglicher Menge.

Job. Angenboust Versuche mit Pflanzen, wodurch entdecktworden , daß sie die Kraft besitzen, die atmosvöärische Lustbeym Sonnenscheine zn reinigen, und im Schatten und desNachts über zu verderben; aus dem Engt. Lcip;. 1780. 8-Wien, Th. I. III. 1785- 1790. 8- Einige Bemerkungenüber die Oekonomie der Pflanzen, in Hrn. I-igenhoust ver-mischten Schriften, L>. I. S. Z41, ss»

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§. rz8Z.