258 VI.'Abschn. z.Mth. Allstem. Betracht.
ne eigentliche Oehltheile praexistirend darthun. Ueber-haupt herrschen bey den Occonomen noch häufig derglei-chen Begriffe, die mit den gereinigter« Grundsätzen einergesunden Naturlehre und Chemie nicht bestehen können;und mehrere Ausdrücke, die sich offenbar auf eine unbe-kannte Kraft beziehen, bedürfen einer nähern oder ge-uauern Bestimmung, als die Ausdrücke: kalte Drm§er, hitzige Dünger, kalter Boden, hitziger Boden, salperrigtcr Boden, saurer Boden, u. d. gl.mehr. Eben so unbestimmt und schwankend ist der Aus-druck Salz, das man in der befruchtenden Erde alsNahrungsstoff für die Pflanzen ansieht. Die vorgebli-chen Düngsalze, die doch mehrenrheils nur aus unrei-nem Kochsalz bestehen, sind in vielen Fällen dem Bodeneher nachtheilig, als nützlich, wenigstens können sie niewesentlich die Fruchtbarkeit desselben vermehren.
§. iZ78-
Van Helmonts bekannter Versuch, den auch ver-schiedene andere Naturforscher wiederholt haben (H. 275.),gab zu der Behauptung Veranlassung, daß das Wasserder erste und vorzüglichste Nahrungsstoff der Pflanzenwäre, daß es sich in den Pflanzen in ihre mannigfaltigenBestandtheile verwandeln könne, daß die Dammerde we-nig oder nichts zu der Ernährung beytrage, daß sie bloßdiene, die Wurzeln der Pflanzen aufzunehmen, sie zubefestigen, das Wasser einzusaugen und zurückzuhalten,daß die Wirkung des Düngers sich darauf einschränke,die zur Vegetation nothwendige Feuchtigkeit zurückzuhal-ten, zur Entwickelung und Beförderung des Wachs-thums etwas Wärme hervorzubringen, den Boden locke-' rer zu machen, und so die Ausbreitung der Wurzeln zubefördern. Diese Meinung schien durch Versuche, diedas Wachsthum der Pflanzen in anderer Materie, alsErde, j. B. im bloßen Wasser, in Moos, Baumwolle,
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