270
terer auch südlich von der Lippe wohnten. Waren die vorac-inür-li, die Schwibertus bekehrte, vielleicht ein Ucbcrbleibselder Bructerer? Lag hier vielleicht jener Loroetrr» LorUwrgo,Pügus ckuoatris «axooias unten ripuuriorum in Llrronie.Oot^'icen? Daß der h. Suitbertus hier gepredigt hat, istfast gewiß; auch findet man hier zwei Kirchen, die zu seinemAndenken geweiht sind, und die Hagiographcn bemerken auch,daß von den Bcructuaricrn, die er bekehr! hat, das LändchcnBruch, wovon Mühlheim an der Ruhr der Hauptort ist, sei-nen Namen hat. — Aber wie sah es ehemals mit dem diessei-tigen Thcilc dieses Striches aus. Dieser Unterschied ist über-flüßig. Denn es ist ausgemacht, daß der ganze Strich, denwir Duisburger Dccauat nennen, einst auf dem rechten Rhein-ufcr lag. Unterhalb Gclduba floß der Rhein ehemals westwärtsdurch das Linncr Feld zwischen Böckum und Krefeld auf demHulsenberg zu. Die östlich von denselben liegenden tiefenSümpfe die Clydc, die Nicpi, die Moerse zeigen noch seinaltes Bett. Von da floß er nordwärts durch das Kcmperbruch,und erreichte zwischen Rheinbcrg und Vorth sein fetziges Bett.Die oixleonii standen ibm nicht im Wege, sie sind ein lec-kes Figmentum. Kein alter Schriftsteller gedenkt ihrer, kein ein-ziges aufgcfundcnes Altcrthum berechtigt sic, nur zu muthinafien.^(sibni-gium, das jetzt westwärts vom Rheine liegt, wurdeeinst von demselben bespült. Der Handel Duisburgs begannerst im eilstcn Jahrhundert, das beweiset also nichts dagegen.Zwischen Böckum und Krefeld sind noch vor kurzem au derErde Grundlagen römischer Gebäude entdeckt worden — dieselagen gewöhnlich an der Landstraße. Auf den alten Karten vonJansonius ist das alte Rheinbctt bei Repelen als ein großerSee gezeichnet. Wann der Fluß seine jetzige Richtung genom-men, läßt sich nicht bestimmen, aber wahrscheinlich ist cs, daßdies nach der Bildung der Tekanicn geschah.
Nro. 2. Müblheim an der Ruhr, «ölulei'sieim inpl-icito Uernbeiml oomltis. » Urkunde vom Jahr ION inKremcrs Beiträge.