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Die Pfarrer derselben bilden das (lollagiuin Dustoi-nm <5-viUtUs, das keinen Dccan hatte; sondern unmittelbar unter demDomprobste stand.
Was Gclcnius von dem hohen Alter der meisten dieser Pfarr-kirchen behauptet, daß sic als solche schon zu KonstantinsZeiten oder noch früher bestanden hätten, ist durchaus unwahr.Denn damals war die bischofl. Kirche die einzige Pfarrkirche derHauptstadt. In derselben wurde das Wort Gottes verkündigtund die h. h. Sacramente ausgcspcudct. Daß die Pfarrgcmcindcnzu Bonn, Xanten, Reineren, und manche andere im Erzstift,für sich lange vor den städtischen bestanden, unterliegt durchauskeinem Zweifel; — denn dort war das Bedürfnis; dringender.Ausgehend von. diesem Grundsätze, wagen die Herausgeber eineneue Hypothese über die Genesis der Stadtköln. Pfarrkirchen.
In diesem Verzeichnisse steht die St. Martins-Pfarrkirche obenan. Sie ist auch unstreitig die älteste. Der Pfarrgottesdienstwurde dahin aus der »t Noilllxi'gis Kapelle verlegt. Ooiun.iiclm. S.. 395. Diese, welche sich in der Nähe des Kapitols be-fand, war die Hofkapcllc der fränkischen Herzoge und Könige.Sic lag an der südlichen Ecke der alten Stadt, so wie die Dom-kirche an der entgegengesetzten, war also von dieser ziemlich weitentfernt-
Die fränkischen Großen hatten cs schon dahin gebracht, daßmanche ihrer Hofkapcllcn auf dem Lande Pfarrkirchen gewordenwaren; wie leicht konnten sie also ein gleiches für ihre Hofkapellein der Stadt bewirken, zumal da sie in einer nicht unbeträchtli-chen Entfernung von der Hauptkirche lag? Die Ka-
pelle, damals auf den Namen der h. Apostel Petrus und Pan-luS gcwcihct, erhielt alio zuerst Parochialrechte. Und indemnach und nach auch die zunächst wohnenden Bürger an dem Ge-nüsse derselben Thcil nahmen, wurde sie für die sich bildende neuePfarrgemcindc zu klein und der Pfarrgottesdienst wurde in. dieSt. Martins-Kirche verlegt.
DiezwritePfarrkirche in diesem Verzeichnisse ist die St.Bri'gi-