Ernste zu verdrängen rc. rc. Sieh Dom. IV. eoneil. Oerm-m.I'ol. 43 b.
§. 10 .
Entstehung der äußern Gränze.
Man ist geneigt anzunehmen, daß die südliche Gränze derKölnischen Diöccse die alte Gränzlinic zwischen Oei-muniu prim»und st-iwnicli» ist. Allein wenn dies so ganz ausgemacht wäre,dann müßte Köln gegen Süden nicht an Trier, sondern anMainz gränzen; denn so wie Hgrixpinu die HIetropoli8 gsr-iniini-,6 ll. , so war INogunUueum die KIetropoli8 germu-n>!>6 I. Trier gehörte nicht einmal zu Oermunii», sondern zuBelgien. ^.ugu8dn Drevirornm war die KIotrop«Ii8 Lelgi-e»e II. Wir müssen also annehmcn, daß die südlichen Nach-barn der Kölner Diöccse von Trier ans mit dem Ehristcnthnmbekannt wurden — oder in der Diöccsan-Eintheilung folgteman mehr der volköthümlichen Gränze, als der statistischen; sodaß uns die südliche Gränze der Kölner Diöccse die Scheidezwischen den Ubiern und Trcvercrn zeigt — oder der Strichzwischen der Aar und der Diöccsan-Gränze gehörte wohl zuQeriniinin I.; aber von Köln oder Bonn aus wurden die Ein-gesessenen -bekannt mit dem Christenthum — oder die Gränzebildete sich erst in fränkischen Zeiten nach jener des Aar- unddes Mayengaucs.
Das Siebcngcbirgc war ein der deutschen Nation würdi-ger Granzstcin zwischen dem Hcrzogthum der Ripuarier und demder Ostfrankcn. Zu letzterem gehörte hier der Lahngau (b,o-gungnus cliron. godrvie:) Weiter gegen Osten trennte einArm des wcstphälischen Gebirges die alten Sachsen von denHessen. Hienach bildete sich also die südöstliche Gränze.
Aber wie kommt cs, daß die Gränze in Südwest sich soweit nach Süden hinaufzicht, so daß sic fast die Mosel er-reicht? Dies ist um so mehr auffallend, da der Bischof von