christliche Kirchen gestiftet und sie dotirt habe, dagegen kann auchdie strengste Kritik nichts cinwcndcn. Auch an manchen andernOrten müssen schon christliche Gemeinden und christliche Bcthäu-scr gewesen seyn * **) ). Von Anfang an waren die Franken demChristenthume nicht abgeneigt und im Jahre 406 nahm der größteTheil desselben nebst ihrem Könige Chlodwig die christliche Re-ligion an. Noch bei Lebzeiten desselben wurden allenthalben neuechristliche Kirchen gebaut und die christliche Religion wurde dieherrschende. Vcrgl. Loncstl. H.ui'Lli!>om. ***)
Drei Jahrhunderte später, als die Franken, bekehrten sichauch die Sachsen zum Christenthume. Sieh LginNurct. VNn (R-roli ül. Noetn Lnxo ete.
So sind also die Diöcesancn Köln's Nachkommen zweierdeutscher Völker, die man zwar gewohnt ist, als höchst verschie-den zu betrachten 4), welche aber eigentlich sich bloß durch denNamen unterscheiden und durch den Umstand, daß das eineeher als das andere zum Christcnthnin und der nothwendig da-mit verbundenen Bildung gelangt ist — nämlich der Frankemam Rheine und der Sachsen in Westphalen.
§. 4.
Wie war das Land unter den Römern und unterden Franken cingctheilt?
Das linke Nhcinuscr, obgleich cs voir deutschen Völkern
*) Siche vorzügM Denkwürdigkeiten IV- B> I Th.
**) 6r<-x«r. '1'urnn. Iil>.». v Zc>. Chlodwig war aus dem StammederSicambrcr. Wie ihn Remigius aurcdctc, ist bekannt: <>epo»e ,»i-Us eolta LieamUcr. Aber auch das Epitaphium des b. Bischofs meldetes: lila kamulus Nincmar Uoinini «aera mernbra lacavit <Iuei.-> Ueinigü...k^ui ciomuit kera cniala anin») pri»,, nee ,,rc>ku)in^ genU, regia
-eepira «acran5. eie. War Chlodwig ein Nachkomme der von Augu-stuS hierher geführten oder der in Deutschland zurückgebliebenen Sstcambrer?
) Vergl. Ninemari kkpist. VN. ad Ninemarum I.anilanens. am Ende.6),IIeci.L<,neil. I.al)dei et cos5»rti> Tom. VIN. xag. 1812. Schmidt sGeschichte der Deutschen IN. B. I. Kap
4) S. Schmidts Geschichte der Deutschen I. cck. i>ax.3gs.eüit.or,'§.