272
Beilage 91 b.
und die andere die Lymburgischen, und dat die Lymburgischen Jarlikden Hovesherrn oder Voigt in Tynsch oder Pacht to betalcn Byffund scchßig Gulden mer, dan die Märkischen schuldig und verplichwcscn, solden woe woll sie alle thosamen von beiden Parthien ineinem Hove, eines gehoivs einer Gerechtigkeit einer condilion undeines Fürsten und Landes Herrn verwandt und ondersaten syn, dar-omb auch dieselven die man die Lymburgschen nennt, unsern gnädigenHerrn und Fürsten vorß. mit veren Klagen vast versacht und angclo»pen hebben.
Und als die Vercrbnis des verschriebenen Loves ytzond an unseregnädigen Herrn und Fürsten gekommen, behaltlich doch dem van demNienliove syner pantschap wie vorgemeldet, hatt Syner FürstlichenGnaden die Dyngen und Gelegenheit deffelven Hovcs an Klagt undOrsaken vorgeschr. vor den Dage kommen und die gründlik verhörentaten willen.
Und dairnai- nae Bevynden der Billigkeit denselben Hof weder-omb in guder lavelicher Ordeninge und Wesen stellen, und hefftdaromb syner Fürstlichen Gnaden op den seß und Lwyntigsten Dagdes Monats July lest vorladen die vürgschr. Parthien als Bernd vandem Nienliove und die Hofesluide van beyden Siden, Märkischen undlymburgischen allhier tot Hoerde voir syne Fürstlichen Gnaden eige»ner Person, und syner F. G. treffliche Rade mit allen oeren BrcyvenEchynen und Bewysdum bescheiden.
Und also hefft sich vor syner F. G. und dcnselven syner F. G.Raden im Verhör dieser Saken onder andern einen alden Brieff vaneinem Abt von Deutz dem die Hoff und Hovesluide in den Lydenwie vorschrieben toegestanden und von einem Graven van Aliena Gertgeheiten, versiegelt enthoert und opgehevcn, daroffdie Datum stcit in denJairen unsers Herrn Duisend zwey Hundert und Soeven indictionedecima den syne F. G. wohl versiegelt und ungekancellirt vor Augengebracht, darin sich erwind, wy sy die Hosesluyde vor demLage datum desselben Brieffs des vorgemclten Abt-ey gen gewest und van solcher Eygendom gevrict undHovesluide geworden syn, und wie sie sich mit VerstervenBerhyliken und andere condHien vortan nae HoveS-Recht in Gcboirund Gehorsamb Halden und beweisen solden allet nae Jnnhalt diese-vorgemelten Brie>
Und sodann in dieser middeler Tydt in Vcrpandung des vorgeschr.Hoves die Gerechtigkeit und die Geboir deffelven Hofes in etlichenPuncten verkommen und so vcrscholdcn und den vorgemelten Hoff totRade mit synen Luiden und Gucdern etlirermaten wiederomb in ge-hörige Gehorsamb^und Gerechtigkeit te bringen, hefft syner FürstlichenGnaden mit synen Fürstl. Gnad. Raden verördnet und ordinirt, vonnun an gehalden to werden, wie hiernächst