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Theil 1, Bd. 2 (1830)
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219
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Beilage 69.

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fall des Havesrechten halben by seinem Bruicke dat sindt vier Schil-lingh off des Schulten willen hebben, idt en were dann Saicke, datimc die rechte Noit bcneme, doch cn fall hcy gein Hoffsgeschworcn We-sen, noch ordell wiesen, off wart doin vor Havcsgerichte, mehr heyfall mcde in die Acht gai», und hclpen die Havesluide bei rechte be-halden, und wey alsuß ein frie Handt an einem Havesguide empfan-gen will, die fall int ersten laven und schweren Trüe und Holt rhowcsenn einer Avdiffen tho Essen und ihrem Capittul und Stiffte, solange hey dar Guidt hefft oer Beste tho doin, und oer ärgste lhokeren, dat hcy mit ehren und rechte doi» magh na seinem bestenBermügcn sunder Argelist.

Innerhalb was Zeit mit freyen Handen verthan G u t h,'wiederum erlangt werden möge, und was denrechten Erben zu thun.

7. Item, wan ein Guidt so als vorg. einem anderen Haves-mann gedain, off ein frie daran behandet, so mögen nochtanß dieErven na Havesrechte alle sechs Jair^tho achtcin Jaren tho, off siebinnen Landes wercn, off tho dcrtich Jaren, off sie buiten Landes we-ren, khommen und bewiesen oere besibbe als vorg., und werdendie dann gewiset an dat Havesguidt nach aller weise als vürg., sosollen sie doch dem genen, die dat Guidt mit willen deß Herenn,Schulten und Haves eingeworffen hefft, ersten Widder geven sein uth-gelachte Geldt, und weß hey an dar Guidt gelacht hefft, an winmunghund an verstandenen Pfacht, beben, an Timmerungh, an vette, offandere Betterunge na redlicher Beweisunge und werdierung des Schul-ten und des Haves, na Gelegenheit der Lidt und der Sachen sunderArgelist, und wann die Verrichtungh also gescheit', fall man dieErven an dat Guidt staden, die dair dan nicht mehr geven sollen dandem Herenn oder Schulten eine redliche Summa Gelts, und demHave sein Recht.

Intra quae tempora bona amittantur.

8. Item, off die Erven die vorg. Widderrichtunge nicht gedoincn konden, off en wölben, so mögen sie sich lieben, so lange dat deyvorg. Behandunghe wie vorg. stehet doit sey, unnd folgen wedder annoer Guidt, und dar winnen und werven, als des Haves Recht is,unnd darum fall die Havesschulte und die Hoff an einem Havesguite,dair men ervenn tho weit, in maiten wie vorg. nicht mehr dannein frie Handt doin, op dat die Erven an dat Guidt wedder kommenmügen, unnd off die Erkenn inlendisch binnen 18 Jarcn oder aus-lcndisch binnen 30 Jaren nicht en quemen und sibbcdcn, und nackedennsich dem Gude, in aller maiten wy vorg., so sollen sie des Guidtszu ewigen Lagen enterfft bliven, sie cn kondenn dair da» wedderankommen mit Gnaden des Heren und Haves.