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Theil 1, Bd. 2 (1830)
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Beilage 63. 64.

wordt, ist dcylbor tuffen des Pastors und HaueS Schulten, want dieStraff der Excessen den Pastor und den Haues Schulten in stattdes Capitels tho kompt und ansteht.

10. Van den Offer.

Die Offer kompt op St. Ricolas Altar tho samen thokom-mcnde und tho gehorigh dem Capitul van Xanten, des moet dat Ca,pitul weder bestellen'und besorgen dat Geluchte, als ncmblich daghund nacht ein waßkertze für dem heiligen Sakrament. Up sainct Ni-colas Altar dagh und nacht ein Waßkertze. Item noch seß waßkertzenup denselucn Altar die tho Misse tyden und vesper tyden gebruicktwerden, Item up dat Hochaltar twe waßkertzen, Item up dat vro-misse Altar twe Waßkertzen, Item op Dt. Cathrinen Altar twe Waß-kertzcn. Iioc per totum annum.

Item noch die nachtkertzen als die Metten gesongen werden,tl. Dit nabeschreven Register heeft Wilhelm Marzell Haues Schultetho Dursten den Heren van dem Capitell tho Xanten Obcr-leuert Ao> 1546.

Beilage 64.

Hossrechten des Hofs zu Barkhvvcn dem Abt zu Werden gehörig.

Das Stift Werden hat viele Ssdelhöfe, davon der oberste Hoffder Hoff zu Barckhofen, als wohin die unter Sadclhofe ihr Haupt-gericht jederzeit gehabt. Die Hoffsrechten sind:

1. Sie erkennen den Abt zu Werden für ihren Hoff- und Pfacht-hcrrn allein, sich aber als eigenhörige Hofsleute des Hofs zu Barkhofen.

2. Erkennen sie, daß sie dem Abt die Zinsen, Renten und Pfächtenach Inhalt der Lagerbücher von dem Hoff, darauf sie gesessen, jähr-lich zu geben schuldig, und daß, wenn ein Hoffsmann oder Hoffsfrauverstirbt dem Abt und Stiffl eine Churmode verfallen, das ist, dasbeste Gereide, ein Pferd, Kühe, Kessel oder Kleid.

3. Wenn die verstorbene Leiche auf einen Wagen oder Karrengesetzt, und nach dem Kirchhoff gefahren, soll der Abt seinen Dienersenden, und entweder daselbst, oder wenn sie wieder auf das Gutkommen, durch denselben die Churmoede ausnchmen lassen, und zwar»folgendergcstalt: Es soll der Diener einen weißen Stock nehmen undhinterrücks zu den Pferden oder Kühen gehen, und mit dem Stockeins berühren, welches er nun trifft, das gehört dem Herrn, weiternichts.

4. Weil ein jedes Hoffsgut zu zweien Handen nach Hoffsrechtenstehen soll, nemlich an eine Mannshand und an eine Frauenhand, sosoll der Mann oder die Frau die verfallene Churmoede vorab bezah-len, und alsdann kommen binnen Jahr und Tag mit zwei Hoffsleuten,welchen die Gelegenheit des verstorbenen Guts bekannt, und gefinne»