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Beilage 23. 24.
Item wannehr ein Knecht offt eine Magd stcrfft und lest Niemanddie bet Hecrgeweidc böhrer, so soll es dem Gottes Hause verfallen sein.
Dies ist das Hccrgeweide von einem Manne.
Das beste Perth, den Vürwagen, einen Poth, der man ein Hocneine brett, einen Kessel darin man mit einer Spornen cintrett, allesein Egesten, sein der zwey Exen, dann gehet eine in das Gerahde,so mit zwei Schuten, das bedde negst dem besten; das Poell so darein ist; ein Hovetknßen so dar ein ist, twcc Lacken so der zwei seynd,Eine decke der sie ist, Alle Kleider die zu seinem Leibe gehörich einStocl mit einem Küssen, der ein ist, sein Gordel, Seine Lasche, seinPater noster so dar ein ist, und all sein Gewähr uß beschicken seinHarnisch.
Es ist zu merken:
Wannehr dat jemants in den Hoff genommen oder ausgewechseltwirk, so nil von der Hobslcut gebloit sein, funder fremd, mus der-selbe eine tunne Koits geben, so es buissem den Pflichtstag gcschicht,wannehr es aber uff einen Pflichttag gcschicht, muß er giebcn 4 schillingc.
Beilage 24.
Hofsrcchte von Ryner, Drechen und Berge.
t. Zu wißen, daß im Amte Hamm dreierlei Hofesgüter seyn,welche unter den dreien Höfen Nynern, Drechen und Berge sortiren.
2. In diesen dreien Höfen erben die rechte eheliche in den Höfengebohrne Erben die Hofesgüter bis in das vierte Glied, wenn sieunserm gnädigsten Herrn die gehörige Pacht und andere Gerechtigkeitdavon abstatten. Wann sie aber nicht bezahlen, und darin saumhaftigfallen, so- entsetzen sie sich ihres Erbes an den Gütern, und allerHofesgerechtigkeit, haben auch keine Macht bei sich selbsten, dieseHofesgüter zu verpfänden, zu versetzen, oder sonsten mit Schulde»zu beschweren.
3. In dem Hofesrccht Rynern aber erbet den Hof der ältesteSohn und wann keine Söhne vorhanden, die jüngste Tochter.
4. In dem Hofesrecht Berge aber erbet der älteste Sohn und dieälteste Tochter.
5. In dem Hofe zu Drechen erbet der jüngste Sohn das Gutund der älteste ins Hecrgewette, wann aber keine Söhne Vorhände»,hält man es mit den Töchtern auch also.
6. Wann aber einer von zweien Eheleuten als Frau und Mannnicht gehörig doch darauf gebracht, und nicht darin gewechselt wie ge-wöht.lich, als ohnhofhörig verstarben, in dem Fall stiebet unserm gnä-digsten Herrn das halbe säwptliche Gcraide und unbewegliche Gut zu,