Druckschrift 
Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

210

ausgewogenen losen Materialien', verschiedene Sub-stanzen angetroffen, von denen einige Arten anzuge-hören scheinen , die bis jetzt auf den Vesuv nochnicht beobachtet worden sind, vielleicht gar auchzu ganz neuen Gattungen gehören mögen.

Die vorzüglichsten sind folgende:

A) Mandelstein, dessen Höhlen bekleidet sind:

a) mit nadelförmigen, blassgelben Krvstallen;

b) mit Rhomboidal - Dodekaedrisclien Krystallen;

c) mit weissen, länglichen Prismen;

d) mit kleinen weissen Wärzchen, welche dem

am Vesuv häufig vorkommden Gismondinähneln.

i) Die Substanz des Mandelsteins ist bläulich - grau,und körnig ; das Korn ist fast durchweg kry-stallinisch. Das weisse ist Leuzit, das an-dere Augit. Kleine Stücke des Mandelsteinesschmelzen schwer vor dem Löthrohr, undverwandeln sich alsdann in eine schwarze,dichte, undurchsichtige, rauhe Glasperle, wel-che bei der Behandlung in der in nern Flam-me eine blassgelblichgrüne Farbe erhält,a) Die nadelförmigen Krystalle sind ausserordent-lich häufig in allen Höhlen des Mandelsteinsvorhanden: sie sind z-wei Linien lang, einige ge-hen zur Haarform über, und alsdann sind sie län-ger. Die ersteren unter dem Mikroskop gesehen,erscheinen als sechsseitige Prismen. Sie schei-nen unschmelzbar vor dem Löthrohr, dennnachdem wir die Flamme in eine von diesenfast haarförmigen Krystallen erfüllte Höhle ge-richtet, und sie ihre Wirksamkeit etwa i5

V -

f