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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
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die Nähe des Dorfes hinabgeflossen wäre , und eini-ge derselben begleiteten uns, um uns die Stellen zuzeigen, wo derartige Ströme nocli wenige Stundenvorher geflossen seyn sollten. Wir fanden wirklichdie Spuren der angeblichen Ströme von Asche undsiedendem Wasser, aber diese Spuren ragten wie Strei-fen von anderthalb Zoll Höhe und 8 bis io Zoll Breiteüber den Boden hervor: sie waren trocken, bestan-den aus dem feinsten Sande und hatten die Tem-peratur der Atmosphäre, während sie nach den Aus-sagen unserer Begleiter warm und feucht hätten seynmüssen. Kurz, wir überzeugten uns aus der Naturdieser Streifen, dass die Ströme nichts als ein ganzfeiner trockener Sand waren, der sich in kleinen Bäch-en wie eine Flüssigkeit fortbewegt hatte.

Begierig eine so seltsame Erscheinung anfzuklä-ren , setzten wir unsern Weg nach der östlichen Oeff-nung des Kegels fort. Der Boden war ganz bedecktmit der letzten Schichte des allerfeinsten weissenSandes, und leicht gekräuselt, wie die Oberflächedes ruhigen Meeres: eine Wirkung, deren Ursacheman dem Winde zuschreiben muss, welcher auf denfeinen Sandstaub denselben Einfluss, wie auf dieWasserfläche übt.

Wir verweilten auf der Ebene der Pedamenlina,am Fussc des Kegels, um hier von weitem zu beob-achten , was am Kunde des Kraters vorgelien würde.Nach einigen Minuten vernahmen wir einen leisenKnall, der aus der Tiefe des Schlundes liervorgieng,und in demselben Augenblicke sahen wir zwei rau-chende Bächlein , in der Pachtung auf uns zu, denKegel lierabfliessen. Im ersten Augenblicke der Ue-