siebtem ,. denn sie fürchteten ihre bedrohten Woh-nungen nie wiederzusehen.
Gleich nach unsrer Ankunft zu Resina begabenwir uns zu den Lavaströmen, welche ruhig ihrenLauf fortsetzten. Einer derselben floss bereits aufder Lava vom 26. Februar 1822, etwas diesseits vonCantaroni, und verbreitete sich bald auf dem Rückendieses Stroms, bald auf dem jenes von 1810.
Der Berg tobte und bebte von unaufhörlichemGekrach ; Rauchwirbel, aus deren Mitte jedoch , ob-wohl bei hellem Tage, das Feuer deutlich hervor-schien, umhüllten seinen Gipfel, und dennoch schienes, dass der Paroxismus, welcher um t Uhr nachMitternacht angefangen hatte, seiner Endschaft naheseyn müsse. Ermuthigt durch diesen Anschein vonRuhe, traten wir der Lava näher, und begannenunsre Untersuchungen.
Die Lava floss auf einem wenig abhängigen Bo-den langsam vorwärts, etwa 5 bis 6 Fuss in einerStunde: die Höhe derselben an dem Punkt, wo wirstanden, betrug etwa 6 Fuss. Die Stärke der aus-strahlcnden Hitze war nicht sehr bedeutend, dennsie betrug in einer Entfernung von 20 Fuss nur 4 °?.Die Oberfläche des Stroms hauchte bis zu ihrerQuelle, das heisst bis zu dem Rande des Kraters,einen dichten weisslichen Rauch aus; während der-jenige , welchen die feuerspeienden Schlünde mitUngestüm von sich stiessen , sich durch seine düster-fahle Farbe auszeichnete. Der Ra'uch der Lava hattekeinen merkbaren Geruch : auch röthete er das
Lackmuspapier nicht, welches man an den Stellen,