55
Hitzegrad liaben. Wenn man nun erwägt, dass der-selbe bereits 7 5 Tage stille stand, und dass seineDicke 7 bis 12 Fuss erreichte, so giebt dieses einenabermaligen Beweis von der äusserst geringen Leitungs-fähigheit der vulkanischen Materie (17).
Und wenn man sich den Fall denkt, dass dieserkleine Lavastrom, während er noch seine volle Gluthhatte, in einer grossen Tiefe unter vulkanischenMaterien verschüttet worden wäre, so würde man un-schwer begreifen, dass sich seine Erhitzung vieleJahre erhalten haben würde. Ja, wenn man an diegrosse Massen von vulkanischen Materien denkt,welche unter der Oberfläche der Campi flegrei be-graben wurden , als sie noch in glühendem Flusswaren, so wird man hieraus vielleicht schon einehinreichende Erklärung der Rauchsäulen, der w armenQuellen, und der natürlichen Bäder finden, welcheman in jenen berühmten Gegenden auf jedem Schritteautrifft.
4 ) Der Strom, von welchem wir reden, unterschiedsicli von den übrigen in seiner Nähe nur durch den Gradder Erhitzung. Keine Rauchsäulen, keine Sublima-zionen und keine Efloreszenzen waren mehr zu sehen.Man sah nichts als Schwefelsäuren Kalk und Eisen-hyperoxyd, wodurch die zusammenhängenden Trüm-mer der Oberfläche roth und weiss gefärbt waren.
5 ) Die Spalte mit der Ofenmündung, an welcher
17) Wir kaben diese, gar nicht neue, Erfahrung darum an-geführt , um bemerklich zu machen , wie gering dieLeitungsfälligkeit der Lava für die Wärme ist.
A. d. V.