24
versuchten es nunmehr auf eine andere Weise, in-dem wir eine Glasröhre durch die Spalten der Lavain die brennende Flüssigkeit tauchten und 3 Minutendarin Hessen: das Glas schmolz nicht, und wurdenoch glühend an den Knopf des Elektrometers ge^-hracht, aber ohne Erfolg. Endlich wurde noch einVersuch mit dem Elektrometer gemacht, dessen sichHerr Hauy bediente, um die Elektrizität der Kry-stalle zu beweisen, nämlich jenen mit der Nadel vonMessing, die sich auf einer Spitze bewegt; es kamaber keine Bewegung in die Nadel.
§. iS. Der dritte Versuch sollte dazu dienen,annäherungsweise die Höhe der Temperatur derbren-nenden und im wirklichen Fluss befindlichen Lavazu ermitteln. Da es uns an Pyrometern gebrach,so mussten gröbere Untersuchungsmittel angewendetwerden. Wir hatten bereits, wie im vorigen §. ge-zeigt worden, eine Glasröhre von einem Zoll Durch-messer und einer Linie Dicke in eine glühende Spaltegetaucht: nach drei Minuten war die Bohre nichtgeschmolzen, sondern nur rothglühend geworden.Die Eisenstange, welche zu dem gleichen Versucheangewandt wurde, war in fünf Minuten rothglühend.Eine so niedrige Temperatur in einem Strom ge-schmolzener Steinmasse scheint ein Widerspruch : manmuss indessen erwägen i) die Schwierigkeit desDurchlasses des Wärmestoffs durch den Lavateig, derder schlechteste Wärmeleiter ist 2 ) den Widerstand,welchen die Oberfläche der sich zur Verhärtungdrängenden Lava dem Eindringen fremder Körperenlgegensezt 5) endlich die Beschaffenheit der Tem-