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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
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terten die Luft um den Gipfel, und ein heftiger Stossbewegte den Boden, so das die Häuser bis in Resina,Tome del Greco , und andern Orten erzitterten.

den Namen des grossen Kraters verliehen hatte , fandsich, durch ein Zusammentreffen günstiger Umstände,zugleich nicht blos ganz leer bis zur Tiefe ihres weitenTrichters, sondern auch vollkommen frei von Rauch.Es war ein elliptisches Becken von vollkommen regel-mässiger Form und von beinahe 600 Fuss Tiefe, welchesnach allen seinen Theilen vollständig sichtbar war. Ichhatte erwartet einen fürchterlichen Schlund , einenHöllenschornstein zu sehen mit den Zeichen der Zerstö-rung und geschwärzten Wänden, aber weit gefehlt: dieWände des Trichters boten die grösste Symmetrie in ihrenNeigungen. Der kreisförmige Ausschnitt der Schichten ,welcher den Trichter bildete, war bekleidet mit denlebhaftesten und schönsten Farben; weisse und röthlicheZonen wechselten mit gelben und mit Bändern von derlebhaftesten grünen Farbe , welche wahrscheinlich durchSublimazionen von salzsaurem Kupfer und salzsauremEisen entstanden war, während andere Salze mit Basenvon Natrum, von Ammoniak und von Eisen, und viel-leicht selbst der Schwefel die übrigen Färbungen veran-lasst hatten. Dieser so unerwartete Anblick erzeugtebei mir illusorische Bilder , deren ich mich nichtentschlagen konnte. Im ersten Augenblick glaubte ichüber einen der tiefen , so häufig in den Kalkgebirgenvorkommenden Schluchten zu stehen, wo man die gelb-lichen Ränder senkrechter Felsenwände mit sanftem rasen-bedeckten Gehängen wechseln sieht; ich glaubte fastauf dem Gipfel über einer der tiefen Thalschluchtenunseres grossen Saleve zu stehen. Aber auch in derWirklichkeit schien mir der untere Theil der Aushöhlungaus soliden Massen , aus senkrechten Lava-Wänden ge-