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einen Platz an der Strassen und am öffentlichen Mark-te dazu gewählet hatten. Man glaubte nicht daß siedazu das Recht hätten. Die Protestanten wollte»aber die nun einmahl so theuer errungene Freyheitbehaupten und fiengen trotz aller Gährung und Unru-he den Bau an; allein vergebens war alle Albeit;was des Tages gebaut wurde, ward des Nachts ab-gerissen. Es vergienz keine Woche wo nicht eineraus dem Consistorio nach Düsseldorf gieng, die Be-schwerden v orzutragen. Endlich kam militärische Ge-walt. Ein Commando Soldaten wurde hiehin ge-legt und bewachten die Kirche bis sie fertig war. Aberauch da noch suchte man den Bau durch rechtlicheGründe aufzuhalten. Durch Hälfe einiger Beamte»wußte man zu beweisen, daß die Kirche zu weit nachder Straße hin ausgebaut wäre, wodurch nun neueUnruhe entstund Der Streit wurde dahin vermit-telt, daß man das gebaute könne stehe» laßen; abergleich sollte man die Mauer mehr herein setzen, wel-ches auch geschah, daher die Absezzung an der Mauerdieser Kirche gleich oberhalb des Fundaments. Glück-lich kam die Kirche zu Stande und am Ende des Som-mers 1699 weihte sie Herr Hamboch durch eine schick-liche Rede ein. Der grosse Mann hatte die Freude,die Frucht seiner Arbeit zu sehen- Unter mancherleiabwechselnden Schicksalen behielt diese Gemeine dochihre öffentliche Religionsübung. — Herr Hambochstarb 1728.
Ihm folgte im nämlichen Jahr Hermann AdolphJanffen.
1732 kam Jacob Thomas Steinberg, ein sehr be-liebter Prediger, welcher jenseits des Rheins nachDuisburg berufen wurde.
174!? kam Ludolph Arnold Hamboch, ein würdi-ger Enkel von dem Stifter und Erbauer dieser Kirche.
Ihm folgte Johann Wilhelm Koehl.
Noch genießen wir das Glück der freien öffentli-chen Gottesverebrung. Freuen wollen wir uns des-sen, freuen des Geistes der Liebe und der Duldung,die unter uns herrschen. Vergessen sei der tobendeEifer, der mit unheiliger Gewalt Strome des Blut-