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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
725
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der Thiere und des Menschen. 72 s

Mt hiervon ein gar merkwürdiges E-xrmpel. Eine schwangere Frau sahe einenMörder rädern, und als sie das Kind zurrWelrgebahr, war es an Händen und Füs-sen gleichsals gerädert. Und dieses Übelwar unheilbahr, indem der arme Menschdie gantzer zwantzig Jahr über, die er gele-bet, in dem elenden Zustand verblieben. Eshat auch schon selbst diese sonderbahre Be-gebenheit aus eben dergleichen Gründen er»kläret, die ich angewiesen. Weil das Ge-blute der Mutter sich in das Kind beweget;,so leidet dasselbe in seinem Leibe eben solcheVeränderungen als wie die Mutter. Nunist bekandt, daß , wenn eine Person, diemittleidig ist, einen rÄern siehet, dieselbees selbst in ihrem Arme fühlet, wenn derHeucher mit dem Rade zuschlagt, und zwavan dem Orte, wo der arme Sünder gefchla-»gen wird. Weil der Schmertz durch eineTrennung des stetigen in unserem Leibeentstehet (§. 421. Uer.); so kan es nichtwohl anders seyn, als daß z.E. die FafemderMäuslcinen andern Orte,wo man einb»gen Vorschmack emes Schmertzens hat,ausserordcnrlich gespannet werden: dennwas zerspringen soll, muß vorher starck ge-*spannet werden. In einem erwachsenerrMenschen können die Knochen eine solcheSpannung der Mäusleinen ausstehen, ok-Zz r ne