Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
720
Einzelbild herunterladen
 

yro Sap. X VI. Von der Erzeugung

Warumbso viclSaameuLhicrleinsind.

Frucht erblicket, in diesen aber so etwasnicht angetroffen. Er hat auch die Fruchtim kleinen abgemahlet, wie sie zuerst zumVorscheine kommet, und diese kommet ü-herein mit der Figur der Saamen-Thier-lein, wie siel-^rwi?^,^ abgebildet.

§. 445. Da in einem einigen Saamen-Tröpflein so eine grosse Menge derSaa-men-Thierlein vorhanden (§.99. 1 . III.Lxper.) und gleichwohl auch aus einemftuchtbahren Eeyschlaffe bey den Menschenund grossen Thieren, gemeiniglich nur ei-ne Frucht erzeuget wird; so pfleget es vielezubefremden, warum sie in so grosserMengein dem Saamen sollten anzutreffen seyn,danur ein einiges zu einem ftuchtbahren Bey-schlaffegenungwäre. Und dieses gewin-net um so vielmehr Schein, weil sonst inder Natur nichts für die lange Weile ge-schiehet. Es hat schon (o) er-

innert, daß die meisten Pflantzen und Bau-me gleichfalls eine unzehlige Menge Säu-men haben, davon öffters in vielen Jahrenkaum ein einiges Körnlein zum Wachs-thums gedeyet. Allein damit man bessersehen kan, warum man von den Pflantzenaufdie Thieresicherfthlüssen kan, so findeich noch nöthig folgendes hinzuzusetzen. Es

(g^l in Dioptrien prop. 59. p. 22 8. Oper.poüb.