Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
718
Einzelbild herunterladen
 

Ob dieFeucht nMutter-Leibe anteiner un-förmigenMateriegebildetwerde.

713 dap. XVI. Von Eezeirgung

zu etwas mehr als vornen, wo es hineinkommen war, weil es'sonst nicht durch den ^vlosfiu Wachsthum könnte fortgerücketund bis in die Mutter gebracht werden.

444. Und also fallet die Meinung der> Alten weg, die von den tvleciicis bis zu '

. /L, Zeiten vertheidiget worden, daß^ die Frucht durch Vermischung des männ-lichen u. weiblichen Saame in der Mutterentstünde,», aus dieser unförmigenMatcriedarinnen gebildet würde. Unerachtet nunaber gewiß ist,daß die Frucht aus dem durch j

den männlichen Saamen fruchtbahr ge- I

machtemEyerlein entspringet, gleichwie wir j

auch bey den Hühnern finden, daß die Ey-er, welche eine Henne leget, nicht eherfruchtbahr sind, als biß sie der Hahn getre-ten : so ist doch die Frage, was denn eigent-lich in dem Eyerlein anzutreffen, daraus ei-ne Frucht werden kam Aus einer blossenunförmigen Materie, die in dem Eye vor-handen, kan unmöglich die Frucht gebildetwerden. Wir können es am deutlichstenbey den Vögeln sehen,die durch blosseWär- ime ihre Eyer ausbrütten. Denn daß dieVogel im ausbrütten weiter nichts thun,als daß sie dasEyewarmerhalten, bezei-get augenscheinlich der versuch, den manzuerst in Engelland angestellet, nach diesemein gelehrter kleclicus in Leipzig O. Lan-ge wie derhohlet, damarinemlicheinHm >

nett