Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
701
Einzelbild herunterladen
 

Gap.XIV.Vdnderl Gr'tlttM.

erforderll scheinet, als auch insonderheitweil durch blosses kochen, backen, bratenund andere dergleichen Veränderungendie Sachen einen gantz andern Geschmackbekommen, daran nicht die blosse Veran-, derung.derSaltze Schuld zu seyn scheinet.

, Ich finde aber noch nirgends solche Ver-suche , daraus sich die Sache mit Gewis-fielt entscheiden liesse und muß es daher zumehrerer Gewisheit ausgesetzt seyn lassen.

Es mögen nun aber die kleinen Cörperlein,welche den Geschmack verursachen, blosseSaltze, oder auch noch andere seyn; sobringen sie doch insgesammt den Ge-schmack nicht anders vor als durch Berüh-rung derNerven-Wachlein,wiewir vorhinauch bey dem Gerüche gesehen.

§. 4 ;z. Da dergleichen Nerven-Wartz-Wie das

^ lein in der Haut haussig anzutreffen, son-AA"Verlieh in der Menge an den Orten, wo das *

Gefühle am zartesten ist; so darf man auchnicht zweiffeln, daß nicht das Fühlen durchBerührung derselben entstünde. Daß^ aber auch die daselbst verursachte Bewe-gung durch die Nerven biß zu dem Gehirnefortgebracht wird , erhellet aus denen da-durch in andern Gliedwassen verursachten! Bewegungen (§. 778. klec.)