686 Cap.XkV.Vsn den Sinnen.
gleich unter der Horn-Haut die wässerigevorhanden, welche nichtallein diese, sondern auch die farbige Hautund die Cryftalline Feuchtigkeit anfeuchtet:denn alle baden es nöthig. Die Hornhautund Cryftalline Feuchtigkeit verlieren ihreDurchsichtigkeit, wenn sie trocken werden:die farbige Haut muß weich erhalten wer,den, damit sich derStern, nachdem es dieNothdurfft erfordert, erweitern und zusam-men ziehen lässet. Weil die CryftallineFeuchtigkeit naher zu dem netzförmigenHäurlein gebracht werden muß, wenn manetwas von weiten siehet,hingegen aber wci»ter davon, wenn man eine Sache in derNa-he siehet; so wird er durch Hülste der so ge-nannten beweget,
wie man aus demjenigen deutlicher verste-hen wird, was nach diesem von der Bewe-gung der Mäuölein wird beygebracht wer-den. Endlich in dem Hinteren Theile desAuges finden wir die gläserne Feuchtigkeitwelche, da sie nichtflüßig ist dazu dienet, daß die Cryftallinein gehöriger Weite von dem netzförmigenHäutlein,so lange als es nöthig ift, erhal-ten werden kan,und weil sie mit der Cry-stallinen nicht einerley Dichtigkeit hat, dieStrahlen des Lichtes noch weiter bricht, da-mit sie desto genauer auf dem netzförmigenHäutlein mit einander vereiniget werden.