650 Sap. XIII. Von dee EmahmnF
Wie man §.410. Wenn die Speisen wohl gekau-dieSpei- Stund mit Speichel vermenget sind, lassenftn hin- ^ sieh leichter hinunter schlucken : daherein php,- ^siegen wir sie auch länger zu käuen, wenn' wir sie entweder zu grob, oder auch zu tro-cken befinden, als daß sie sich beqvem hinun-ter schlucken liessen. Die Ursache bestehetdarinnen,weil sich die wohl gekauete Speisenicht allein leichter in die Kehle, sondernauch durch den Schlund in den Magen sbringen lasset. Wir bringen die Speisezn !dem Schlunde durch Hülffe der Zunge: -daher können wir nichts hinunter schlucken,wenn wir die Zunge herausrcckcn. Der ^Schlund wird oben von besonderen Mäuß-lein erweitert, daß die Speise hinein kan, ,und durch die Zunge und den Gaumenwird sie hinein gedruckt. So bald sie hin-ein ist, lassen nicht allein ictzt erwehme r.paar Maußlein nach den Schlund zu erwei-tern, sondern er wird gar durch das drittepaar verschlossen , damit sie nicht wieder .heraus kan. Wenn demnach die Speise ,klein gekauet und mit Speichel wohlange- /feuchtet ist; so ist sie weich und lasset sich in -Schlund beqvem hinein drucken. Es be-stehet der Schlund aus drey Hauten, dieäussere ist die Sememe Haut und wie einPergamen : giebct ihm die Festigkeit,daß er sich leicht ausdehnen lasset, wenndie Speise hinein kommet, undwiederzu-
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