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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
628
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Wie dieBlätterRegen uThau insich zie-hen.

623 dap. XI. Von dem Wachsthum

Lufft würcklich diejenige sey, die aus derschwammichten Materie der Rinde herausgehet; so darfmannux dieWmtzelinvonLufft gereinigtes Wasser legen und unterdie Lufft-Pumpe bringen (Z.7V. III.Lxper.), so wird man erfahren, daß dieLufft nirgends anders als daher kommetundsich an stat derselben viel Wasser hinein zie-het.

H.Z98. Auf eben eine solche Weise gehet 'es zu, daß der Thau und Regen sich in die i- Blätter ziehet. Daß ersieh' . ,

ist eine Sache, die auch aus der gemeinenErfahrung bekandt. Denn wenn manwelcke Pflantzcn oder Blatter von Bäumenentweder mit Wasser besprenget, oderauchwohl gar hinein leget; so werden sie wiederfrisch. Daß aber innerhalb der schwani-michten Materie der Blatter viel Lufft, als -wie in der schwammichten Materie der Rin- ,,de und diese mit dem Wasser ihre Stelle :vertauschet, zeigen die Versuche, welche ichschon anders wo beschrieben (§.71.1. III.Lxper.).Awar ist aus demselben Versucheklar, daß die Lufft hauffiger von der verkehr-ten Seite aus den Blattern gehet, als ven sder rechten, worauff gleichwohl der Regln »und Thau fallet: allein es zeigen auch ebendiese Versuche, daß die Blatter oben wei- ltere Gange haben, wo das Wasser viel aufeinmahl hinein kommen kan. Unten hin-gegen