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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
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524
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ZL4 Op IX. Von dem Wasser

verlohren als im ersten Falle: Derowegenist auch in jenem die Bewegung langsamerals in diesem.

Deschrei- §. ; 5 5 . Das wunderbahreste in der Be-bung der wkgung des See Wassers ist, daß dasselbeEbbe und des Tages zwey mahl an den Ufern anfangt 'Nuth- aufzuschwellen , wie wenn in Flüssen dasWasser anwächst; zweymahl aber auchwieder abnimmet und in den Ufern niedri«ger stehet, wie wenn es in Flüssen fallet.Wenn das Wasser anwachst, nennet manes die Fluch: wenn es aber fallet, die Ebbe.Und also hat man innerhalb 24. Stundenzweymahl Ebbe und Fluth. Esrichketsichdiese Bewegung des Wassers nach demMond: denn die Fluth fanget an, so bald :der Mond den sechsten StundemCircul er-reichet und dauret bis erin Mittags-Circulkommet, und also ordentlicher Weise sechsStunden. Wenn der Mond den Mit-tags-Circul verlast und sich gegen den A-bend - Horizont wendet, so nimmet dasWasser wieder ab , bis ex wiederum densechNen Stunden-Circul in dem Abend- ;Theile der Welt - Kugel erreichet, das ist isrdcntlichsr Weise übermahl sechs Stun-den. So bald er diesen verlasset und sichzudem unterem Theile des Mittags-CirculS ^nah rt; so beginnet das Wasser wiederz»wachsen und wehret die andere Fluth, biSer den untern Theil des Mittags Cireuls