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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
395
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undandern Lufft-Erscbeinungen. Z94

"§. 29 ;. Wenn das Auge nich^ m der Daß einLinie 06 verbleibet, so kein es auch nicht die jeder ei-rothe Farbe im Tropffen in 6 sehen, denn bZ»bloß der Strahl 60 und kein anderer siel- ^Ho«> lttsie'vor(§. 292 ). Der vorhin erwehnte gcnsie-Versuch zeiget ja, daß, wenn entweder die hct.

^ Kugel erhöhet, oder das Auge in etwas nachund nach erniedriget wird, in ihrer Ord-nung nach einander die niedrigeren Regen-Bogen-Farben gesehen werden; hingegenalleFarben verschwinden, wenn es entwe-der über die Linie 60 erhaben, oder gar zuweit darunter gebracht wird. Deswe-gen wenn das Auge in einem andern Orteals in O dennoch Regen-Bogen - Farbensiehet; so muß sie dieselben nicht mehr indem Tropffen O, sondern in andern Tropftftn sehen. Und da dieses von allen übrigenTropffen gleichfalls gielt, die in dem Cireul^ herum stehen und den Bogen formiren; soist klar,daß nicht allein ein jeder einen be-sonderen Regen-Bogen siehet, sonderndaß auch ein jeder einen andern zu sehen be-kommet, wenn er seine Stelle ändert.Mankau einen dieser Wahrheit auch durch dieErfahrung überführen.Wennverschiedenezu gleicherZeit einen Regcn-Bogenim frey-en, wo man den Horizont übersehenkaiyob-. servirenu.mercken genau,wo er aufstehet;so wird sichs zeigen, daß des einen sein Re-MBogen nicht wie des andern seiner ge-