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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
388
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z88 Cap.Vl. Von Lhau,Reifs,Regett,

in der Lufft könnten erhalten werden, als denWind, der sie mit den Wolcken treibet.Denn daß ein Cörper, er mag so schirmseyn als er will, in der Lufft erhalten wird,wenn er sich mit einer starckcren Krafft be-weget als diejenige ist, welche er von derSchweere erhalt, bezeiget die tägliche Er-fahrung nicht allein in den schwceren Cer-pern, die durch die Lufft geworffen werden,sondern auch in den bleyernen Kugeln, dievon der Gewalt des Pulvers aus dem Ge-schütze getrieben werden. Uud ist noch die-ses besonders bey ,dem Hagel, daß derWind, welcher ruckweise blaset, ihm bestän-dig einen neuen Stoß giebetund die Krafft,welche er dadurch erhalt, erneurct. Wennder Wind mit der Erde parallel blaset undbehalt Starckegenung; so kan er den Ha-gel weit fort führen, ehe er herunter fallet.Hingegen wenn er niederwärts gegen dieErde blaset; so wirfst er den Hagel herunter:fanget er sich an zu legen, so fallet der Ha-gel durch seine eigene Schweere nieder. AlleCörper, welche durch ihre Schweere nie-derfallen, fallen in der Lufft nach einer Li-nie herunter, die auf den Erdboden perpen-dicular ist (§. 8 z.). Derowegen wennderHagel nichtvon dem Winde getriebenwird, indem er herunter fället, so muß ergleichfalls gerade herunter fallen. Hinge-gen