Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
303
Einzelbild herunterladen
 

Sap.H.VsttdcmwLnde. goz

See nicht so viel ausdünsten kan,als aus deroffenen, so bleibet auch der Windaus einersolchen Gegend feuchter, wenn sie offen, alswenn sie zugefroren ist. Wie man

§.22;. Wenn man demnach dieWm-die Win»de beurtheilen will, ob sie warm, oder kalt,debeur-feuchte oder trocken sind; so muß man fürtheilet.allen Dingen nachforschen, was es für eineBeschaffenheit mit den Landern hat,die unsandern Orte, wo wir uns aufhalten, gegendie verschiedenen Gegenden liegen. Undso werden wir finden, daß z. E. hier bey unsin Halle der Morgen - Wind trocken undim Sommer zwar warm. aber doch gegenMorgen etwas kühle,desWintersaber kaltsey; hingegen der Abendwlnd feuchte undim Sommer kühle, im Winter hingegenwarm sey: daß der Mittags-Wind warm,derNordwind hingegen kalt, als unterwei-sen im Sommer leidlich sey: daß die Ne-bmn'inde von den Eigenschafften derHauptwinde etwas an sich nehmen, als z.

E. der Nordwest-Wind feuchte und kalt,der NochOst-Wind kalt und etwas feuchteist.

§. 224. EskanaucheinerleyWmdver-Wasdieschieden- Veränderungen leiden nach den Witte-verschiedenen Witterungen in den Jahres-AenZeiten: wie wir denn überhaupt finden,daßd'i Wind im Frühlinge sehr trocknet, im « 7-7Wstr hingegen gar wenig. Allein da Winde -

wir