frühen? Astronomen und anderer Völker geringschätzt, undweil er keine Veränderung wahrnimmt, auch bei ihm der festeGlaube entsteht, daß der Lauf und die Stellung der Welt-körper immer so wie jetzt gewesen sind. Daher die ewigenErklärungen, daß die Alten nichts wußten, und man wäregeneigt unverholen zu sagen, daß barbarische Völker, wie frü-her die Mexikaner, Egppticr und Araber und heute noch dieChinesen und Zndier unmöglich astronomische Kenntnisse ha-ben können, obschon ihre Tabellen und Himmelskarte?? ebenso genau wie die unsrigen sind, und unsere ganze Astronomieaußer den Entdeckungen seit Copernik, noch dieselbe ist,wie sie die Griechen von den Afrikanern erlernt haben. DasUnwissenderklären ist kurz und gemächlich, es erhält aber Schran-ken, wofür man sich nicht gehütet hatte; denn nun müssenauch Copernik, Kepler, Galilei, Cassini u. s. w. bisHcrschel schon für unwissend erklärt werden, da diese auchvon einem zum andern die Entfernung der Erde bedeutendgrößer gefunden haben. Dieses wird jedoch nur in halbe»Worten gesagt.
Es ist nicht blos eine unverzeihliche Vernachlässigung,die Werke der Astronomen des Alterthums und des Mittel-alters nicht zu untersuchen, sondern es ist auch eine großeAlbernheit sich in den Kopf zu setze??, daß allmählige Verän-derungen, die man durch eigene Beobachtungen nicht erken-nen kann, auch nicht Statt haben. Es sah Niemand dieEkliptik sich gerade stellen, die Sonnenschcibc kleiner werden,den Mondlauf sich beschleunigen, aber diese Veränderungengingen aus der Vcrgleichung hervor, welche tiefsinnige Astro-nomen zwischen den Abschätzungen der Alten und ihren eige-nen aufstellten; ein Beweis, wie diese großen Bewegungenvielmehr durch die Kenntniß der Werke der Vorgänger alsdurch Beobachtungen erkannt werden müssen.