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301 Tagen feierlich eingesetzt haben würdet), wenn es da-mals 363 Tage von einem Frühling zum andern gegebenhatte, und daß er es in 10 Monate eingetheilt haben würde,wenn der Mond damals 12 Umläufe um die Erde auf einenum die Sonne gemacht hatte ? Bailly, in seiner Geschichteder Astronomie, wundert sich, daß der Stifter Roms eine sosonderbare Eintheilung der Zeit angenommen habe, und erhat Recht; denn eö würde in der That eine unbegreiflicheUngereimtheit sey», wenn er angeordnet hätte, die Zeit aufeine mit der Bewegung der Gestirne, diesem einzigen Maaßder Zeit, so sehr in Widerspruch stehende Art zu zählen.Wenn aber der Mond zu RomuluS Zeiten nur zehn Um-läufe im Sonncnjahre machte, und wenn die Erde, da sie ineiner geringern Entfernung um die Sonne lief, ungefähr wiejetzt Venus, nur 30L Umdrehungen um ihre Achse in einerPeriode der Jahreszeiten machte, so erklären sich alle Wider-sprüche. Man könnte dieselbe Bemerkung über ähnliche Ein-thcilungcn des Zahres bei allen andern alten Völkern ma-chen, es wird aber hinreichend seyn, sie hier blos anzuzeigen.
Die allgemeine Uebereinstimmung aller Völker in der all-mähligen Verbesserung ihres Kalenders, indem sie immerTage und Monate zusetzte», ohne daß die Völker der ver-schiedenen Wclttheile, wovon die Einen das Daseyn der An-dern nicht kannten, sich über diese Veränderungen hätten ver-abreden können, scheint eine wirkliche Vermehrung der Tageund Monate im Jahre anzudeuten.
Die ersten Menschen haben nur Tage gekannt um dieZeit zu rechnen.
Die Chinesen, deren geschriebene Chroniken die ältestensind, haben die Tage Jahre genannt, und die Namen des
*) Lolin st Älacrab. Laturnal. üb. I>, Lap. 12, 13 st 1-i.