Es bietet sich hier ei» auffallender Beweis dieser fort»schreitenden Entfernungen dar, welcher zugleich eine große Ge-nauigkeit in den astronomischen Beobachtungen bestätigt.Nimmt man wie hier oben die Entfernung der Erde von derSonne als Maaßstab für die andern Entfernungen an, so istein veränderlicher Maaßstab gewählt worden, weil die Entfer-nung der Erde selbst in dem Verhältnisse wie wir eben gese-hen haben zunimmt; es müßten folglich alsdann die Zahlenwelche die Entfernung derjenigen Planeten welche sich weni-ger schnell von der Sonne entfernen als die Erde, ausdrückenimmer kleiner werden, wie man es auch in der Tabelle sieht.Da die Entfernung Merkurs z. B. in Brüchen der Entfer-nung der Erde ausgedrückt ist, so muß dieser Bruch kleinerwerden, wenn die Entfernung der Erde als Einheit angenom-men um eine größere Quantität als die Entfernung Merkurszugenommen hat. Jedesmal hingegen wenn die Astronomendie wirkliche Entfernung Merkurs von der Sonne untersu-chen, finden sie dieselbe eben so wie die der andern Planetengrößer und größer. .
Da die Sonne erst seit Kopernik als der Mittelpunktunseres Planeten-Systems betrachtet worden ist, haben diealteren Astronomen selten die Abschätzungen der Entfernungender Himmelskörper auf die Sonne selbst bezogen, sondern in-dem sie vermutheten daß Alles sich um die Erde drehe; diesie für den Mittelpunkt aller Bewegungen hielten, drückten sieihre Beobachtungen immer in diesem Sinne aus. Da aberdie Thatsache daß die Sonne der Mittelpunkt unseres Planctcn-Systems ist nichts desto weniger bestand, so haben wir für diegenaueren Beobachtungen, wen» wir blos die Namen ändern,eben die nämlichen Resultate als ob der Beobachter die Erdefür beweglich und mit den andern Planeten um die Sonnelaufend gehalten hätte.