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selben Geschlecht angehörenden Namensformen Ketelat, Kottelat,Retelat, Rettelach und Rötula gegenüber, ebenso aus Pruntrut Baiol,Baiot (Baiottus), le Feux und le Feure, aus Alschausen Elhaff undEhoff, Prasler und Praster, aus Sulz (Elsaß) Zuberwürtt, Zuckden-württ und Zuckdenwyer, aus Gebweiler Wietz, Wirtz und Wutz usw.Ähnlich verhält es sich mitunter mit den Ortsnamen. So steht z. B.S. 641, Nr 21 ganz deutlich im Text C. Landtherr Disingensis, und dochsind sonst alle Land(t)herr aus Geisingen, weshalb es auch hierGisingensis heißen müßte. Alle diese Lesarten beruhen offenbar aufeinem Verhören des Inskribierenden oder auf einem Schreib-fehler, vielleicht beim Übertragen ins Reine (vgl. darüber Einleitungzu Bd I, S. lvii ff ) 1 .
Manchmal mußte auch zur Feststellung des Stichwortes auf dieAnmerkungen gegriffen werden, insofern mitunter die Fakultäts-matrikel, Konzepte u. a. weitere Angaben liefern. So z. B. S. 737,Nr 66, wo der eigentliche Geschlechtsname (Gerardt — Mitteilung vonProf. Le iß in Wiesbaden) nur aus dem Konzept zu entnehmen ist.'Ebenso ist S. 127, Nr 5 der Familienname Klob nur aus der Matrikelder Artistenfakultät zu ersehen.
Mehrfaches Vorkommen ein und desselben Familiennamens istdurch ein 2 oder 3 oder 4 etc. hinter der Namensform angedeutet.
Für das Ortsregister gab es Schwierigkeiten in der Zuweisungzu einem bestimmten (heutigen) Ort, namentlich bei solchen Namen,die mehrfach Vorkommen, wie Baden, Hagenau, Neu(en)burg, Neu-stadt, Rothenburg-Rottenburg, Zell u. ä. (vgl. Einleitung zu Bd I, S. xciv).Neben genaueren Bezeichnungen in den Artistenmatrikeln und andernQuellen geben hier oft folgende Beobachtungen einen Fingerzeig.
1. Der Vorname. Ein Zellensis (Cellensis) mit dem Vornamen Zenodarf unbedenklich den Radolfzellern zugewiesen werden, da ZenoName einer der drei „Hausherren“ (Stadtpatrone) von Radolfzell ist. —
2. Die Vergleichung der Familiennamen, da gewisse Namenan bestimmte Orte gebunden sind. Wenn der Name Pfleger wiederumbesonders in Radolfzell vorkommt und beispielshalber im Jahre 1621ein Jo. Christoph. Pfleger Cellensis Acronianus, also von Radolfzell,inskribiert ist, so darf ohne weiteres geschlossen werden, daß einJo. Eduardus Pfleger Zellensis im Jahre 1628 auch aus Radolfzell ist,auch wenn in der Matrikel selbst Zell keine weitere Bezeichnungbei sich hat. Ebenso dürfte, nachdem S. 176 ein Jo. Brunner de
1 Hierher gehört auch der Eintrag des bekannten Tiroler Kanzlers Willi. BinerS. 746, Nr 13 als Laupheimensis, was, wie Hirn in der Zeitschrift „Kultur“ 1908, 256meines Erachtens überzeugend nachgewiesen hat, Lauc/iheimensis (nur dieses istAug. dioc.) heißen muß.
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