find natürlich die Fahrten ausgefallen. - Für einen Tag in jeder Woche wirdeine Flickftunde angefetjt; Frauen und Mädchen kommen zur beftimmten Stundezufammen, um ihre befchädigten Kleidungs- oder Wäfcheftücke wieder inftand-zufehen. Die Aufficht führt eine fachverftändige Lehrerin, die allen mit Rat undTat zur Seite fteht und das Material zur Verfügung ftellt.
Seit April 1908 ift für die Arbeiterinnen der Firma Henkel & Cie. Gefang-unterricht eingerichtet; wöchentlich wird eine Stunde gefungen, und zwar Sams-tags von 4,20 bis 5,25 Uhr. Am Gefange nehmen faft fämtliche Arbeiterinnenteil. Ihre Zahl betrug 1908 etwa 130, 1914 etwa 250.
Der erfte Zweck der Gefangftunden ift die Einübung von einfachen, leichtenLiedern, die während der Arbeit gefungen werden können, dann follen auchLieder eingeübt werden zur Verfchönerung einer etwa abzuhaltenden Feftlich-keit, vor allem der Weihnachtsfeier; als allgemeiner Zweck gilt die Veredelungdes Gemütslebens und die Verdrängung von Schund- und Schmuftliede rn.Dem erften Zweck entfprechend, wird die Hauptarbeit auf die Aneignung von