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Gottes das Bessere haben und vermögen; Alle streben sie nachinnerer Heiligung und Veredlung durch den Geist Gottes, umfür die Tage der Ewigkeit herrlich zu reifen; Alle erkennen sie,wie Jesus und seine Jünger lehrten, daß in ihrem Vaterlande,nämlich dem Weltall, das höchste Gesetz und die Quelle allerTugenden die Liebe sei: Alle stimmen sie darin überein, daß,wer sich und seine unreinen Gemüthsbewegungen nicht über-winden und Jesu nachfolgen könne in heiliger Denkart undfrommer That, kein würdiges Kind Gottes, kein wahrer Jüngerdes Herrn sein könne.
Nothwendig muß, je mehr sich die menschlichen Kenntnisseerweitern, und je mehr die Bildung der Völker in allen Ständenwächst, die Zahl dieser Christen zunehmen. Es ist möglich, daßin der Folge der Jahrhunderte sich alle jetzt bestehenden kirchlichenLehrvorschriften in dieser einfachen und erhabenen Denkart auf-lösen ; demungeachtet aber wird es dennoch nicht an Verschieden-heit der Ansichten in einzelnen Dingen, nicht an Mannigfaltig-keit in den Arten der öffentlichen Gottesvrrehrung, folglich auchnicht an einer Mehrheit christlicher Kirchen mangeln.
Gleichwie alle Menschen nur einerlei Vernunftgesetz unddoch verschiedene körperliche Gestaltungen haben, so kann derGeist des Christenthums auch in mancherlei Körperschaftenwohnen, die sich untereinander nur sehr oberflächlich ähnlichsind. Bei dem Allem wird endlich nur ein Hirt und eineHeerde werden. Und wenn einst die gesammte Menschheit ver-trauensvoll und mit einem kindlichen Geiste zu einem Vaterbetet, dem lebendigen Gott; einen Welterleuchter und Welt-erlöser verehrt, Jesum Christum; eine Hoffnung im Leben undTode hat, die Barmherzigkeit des Ewigen in Ewigkeit; einGesetz hat und übt, die Liebe: dann ist die Zeit erfüllt, vonwelcher der gute Hirt sagte: Ein Hirt und eine Heerde.Amen.