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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
530
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wenn sich diese uns, wider unsern Willen, als Gewohnheits-sache aufdringen. Darum sehet zu, lieben Bruder,daß nicht Jemand unter euch ein arges ungläu-biges Herz habe, das da abtrete von dem leben-digen Gott. (Hebr. 3, 12.). Denn Zweifelsucht und re-ligiöser Unglaube sind außer den Leiden eine- von Vergehungengefolterten Gewissens das furchtbarste Uebel auf Erden. Auchwissen wir, daß die meisten Zweifler unb jungen Religions-spötter im Alter sich verzweiflungsvoll und blindgläubig in denSchoos irgend einer Kirche stürzten, um sich mit gottesdienst-lichen Uebungen, Andächteleien und frommen Schwärmereiengleichsam zu betäuben und den Verlornen Gemüthsfriedenwieder zu finden.

Diejenigen, welche sich als Gegner von denWahrheiten des Christenthums auswerfen, sindwürdiger, bedauert, als gehaßt zu werden. Sie sinddurch ihren eigenen Unglauben gestraft genug. Sie sind beklagens-werthe Ausnahmen von der Regel der gesunden Menschheit,kranke Entartungen der Natur, während sie sich in ihrer Eitel-keit wohl gern als eine Art höherer, hellsichtigerer Wesen geltendmachen und mit stolzem Mitleiden auf die übrige Welt nieder-blicken möchten» Die Wahrheiten des Christenthums sprechenfür sich selbst; die ganze Schöpfung, die Schicksale der Welt,die Wirkungen der Lehre Jesu auf die Völker mehrerer Jahr-tausende, die Zeugnisse jeder unzerrütteten Vernunft, die tiefeSehnsucht jedes sich selbst beherrschenden Gemüthes, sprechenfür ihre Göttlichkeit. Die Wahrheiten des Christenthums be-dürfen gegen Freigeisterei eben so wenig einer Vertheidigungund Rechtfertigung, als Gottes Weisheit und Liebe einer Ver-theidigung und Rechtfertigung gegen diejenigen bedarf, welcheihn anklagen, daß er in der Welt, die er erschaffen, so vielUebel zugelassen hat. Die Irrenden bedürfen nur einer ein-fachen Belehrung, wenn der Stolz ihres Eigensinns oder dieGemüthskrankheit der Zweifelgewohnheit sie noch einer Beleh-rung fähig macht.